Wissenschaftliche Arbeiten – Wie Du jede akademische Arbeit professionell schreibst

Vorbemerkung

Mehrmals im Laufe ihres Studiums werden Studenten aller Fächer vor die Aufgabe gestellt, eine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben. Dabei gehört das Verfassen solcher Texte unabhängig vom individuellen Arbeitsstil für viele, wenn nicht sogar die meisten, zu den größten Herausforderungen. Kein Wunder: Je weiter das Studium fortgeschritten ist, desto größer ist der Umfang der Arbeiten und entsprechend höher der Anspruch an Wissenschaftlichkeit und Eigenständigkeit im Forschen und Präsentieren. Erfahrungsgemäß lassen sich Erfolge in diesem besonders prüfungsrelevanten Bereich nicht einfach zur Routine machen.

Der Respekt vieler Studierender vor dem Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten scheint daher begründet, nicht zuletzt mit Blick auf die Besonderheiten verschiedener wissenschaftlicher Textsorten. Sämtliche akademischen Beleg- oder Abschlussarbeiten – von der einfachen Hausarbeit bis hin zur Dissertation – sind im gesamten wissenschaftlichen Fächerkanon stark normiert. Wissenschaftlich arbeiten und schreiben bedeutet daher zunächst, viel Disziplin und Gewissenhaftigkeit in der Befolgung vorgegebener Regeln aufzubringen.

Diese Grundanforderungen wissenschaftlicher Texte implizieren jedoch nicht den Verzicht auf Kreativität und individuellen Forscherdrang. Sie müssen ebenso nicht zwingend bedeuten, dass das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten prinzipiell keinen Spaß macht und keinen persönlichen Erfolgsfaktor darstellen kann. Wissenschaftliche Arbeiten sind die erste Nagelprobe auf das eigenständige Anwenden des im Studium Erlernten. Sie geben dem Verfasser die Möglichkeit, den Lehrenden und Prüfenden zu zeigen, was man selbstständig gelernt hat. Insofern brauchen diese – die richtige Umsetzung vorausgesetzt – keinesfalls als lästige Pflicht angesehen werden. Sie können mit der Freude am Entdecken und Verfassen verbunden sein und bieten nicht zuletzt die reelle Chance, sich durch demonstriertes Können eine gute Note zu erwerben und auch fachlich zu verbessern.

Obwohl vielen bekannt ist, dass der erste Blick des Betreuers der Form der Arbeit gilt – weil von dieser tendenziell auf den Inhalt geschlossen werden kann –, werden beim Anfertigen wissenschaftlicher Arbeiten häufig gute oder bessere Bewertungen geradezu verschenkt. Grund dafür ist oftmals nicht die mangelnde fachliche Qualität, sondern die fehlende Beherrschung des wissenschaftlichen Handwerkszeugs und der Technik des wissenschaftlichen Schreibens. So werden von Studierenden – und zwar unabhängig von der Anzahl der Studiensemester – immer wieder Formvorschriften zu wenig beachtet, Gesichtspunkte der Gliederung vernachlässigt oder es bestehen generell Unklarheiten hinsichtlich der wissenschaftlich korrekten Darstellungskonventionen – nicht nur beim Zitieren. Auch mangelndes Wissen und fehlende Klarheit über die zielführende Methodik der einzelnen Arbeitsschritte verhindern oftmals die für das wissenschaftliche Schreiben nötige Effizienz. Das führt nicht selten dazu, dass die Arbeit nicht qualitativ hochwertig wirkt und die Abgabefrist nicht eingehalten werden kann.

Geht man davon aus, dass wissenschaftliches Schreiben mehr ist als eine ordnungsgemäß ausgeführte Fleißarbeit, dann ist die Kenntnis der grundlegenden Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens unverzichtbar für das sicher beherrschte wissenschaftliche Schreiben. Der Vermittlung dieser basalen Techniken widmet sich der vorliegende Leitfaden für wissenschaftliches Arbeiten. Er möchte dazu beitragen, die wissenschaftliche Texterstellung unabhängig vom jeweiligen Fach zu professionalisieren. Dazu gehört, dass Studierende die Stolperfalle nachlässiger formaler Gestaltungen erkennen und die nötige Kompetenz für alle Schritte des wissenschaftlichen Arbeitens erlernen.

Aufgabe der Guideline ist somit nicht nur zu zeigen, dass das korrekte Umsetzen wissenschaftlicher Standards Grundvoraussetzung jedes professionellen wissenschaftlichen Arbeitens ist. Der vorliegende Studienführer soll ebenso helfen, die verfügbare Zeit maximal effektiv und im Interesse der wissenschaftlichen Qualität der Arbeit zu nutzen, denn beide Punkte zahlen sich letztlich spätestens bei der Bewertung aus.

Als praktische Arbeitshilfe vor und während des Schreibprozesses wendet sich der vorliegende Leitfaden an Absolventen aller geistes-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächer an deutschsprachigen Hochschulen und Fachhochschulen. Fachliches Vorwissen wird nicht vorausgesetzt. Gestaffelt nach dem Anforderungsgrad akademischer Arbeiten, gibt die Guideline grundlegende Hinweise für die formale und methodische Gestaltung wissenschaftlicher Beleg- und Abschlussarbeiten. Im Unterschied zu vielen anderen akademischen Studienführern sind im vorliegenden Leitfaden sämtliche der im Studium vorkommenden Textsorten – von der Facharbeit bis zur Promotion – thematisch behandelt und nach aufsteigendem Schwierigkeitsgrad angeordnet. Das ermöglicht es Studierenden, sich einen passgenauen Überblick über die Besonderheiten des jeweiligen Bearbeitungsformates zu verschaffen und das Erlernen der wissenschaftlichen Schreibfähigkeit textsortennah einzuüben.


Der Leitfaden ist in zwei Hauptbereiche gegliedert.

Der erste Hauptteil: Wissenschaftliches Arbeiten. Merkmale, Methoden, Techniken widmet sich in zwei Schritten den allgemeinen Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens.

InTeil 1: Wissenschaftliches Arbeiten werden die grundlegenden Merkmale und Prinzipien schriftlicher Arbeiten erörtert, durch welche die Wissenschaftlichkeit des Arbeitens generell umgesetzt wird.

Im Zentrum von Teil 2: Wissenschaftliches Schreiben stehen die grundlegenden praktischen Merkmale des wissenschaftlichen Schreibprozesses. Hierbei werden sämtliche Verfahren und Arbeitsschritte erörtert und veranschaulicht, die bei der einwandfreien inhaltlichen und formalen Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten grundsätzlich zu beachten sind. Dabei bietet der zweite Hauptteil: Die wissenschaftlichen Arbeitenarten und Textsorten eine komplette Darstellung sämtlicher an deutschsprachigen Hochschulen gebräuchlichen Formate wissenschaftlicher Beleg- und Abschlussarbeiten. Dadurch kommen die besonderen Anforderungen der einzelnen Textformate übersichtlich und kompakt in den Blick.

Ein Wort zur Gestaltung: Trotz der Komplexität dieses Leitfadens und seiner Themen werden Übersichtlichkeit und Lesbarkeit angestrebt. So wechseln sich in den einzelnen Kapiteln beider Hauptteile die Erläuterungen jeweils mit anderen Elementen der Darstellung ab:

  • Kurzübersichten und Aufzählungen (Bullet Points) fassen wichtige Aspekte übersichtlich zusammen
  • Anwendungsbeispiele veranschaulichen theoretische Empfehlungen und präzisieren diese am Einzelfall
  • Mit ! Expertentipp werden spezielle Zusatzinformationen gegeben oder Beispiele für besonders effizientes Arbeiten angeführt

Hauptteil 1: Wissenschaftliches Arbeiten. Merkmale, Methoden, Techniken

Teil 1: Die Kriterien des wissenschaftlichen Arbeitens

1.a Grundanforderungen an wissenschaftliches Arbeiten

Im Unterschied zu populären und populärwissenschaftlichen Texten muss das wissenschaftliche Arbeiten qualitativen Kriterien und Standards genügen. Diese sind fächerübergreifend verbindlich und gelten generell an allen wissenschaftlichen Einrichtungen (Hochschulen, Fachhochschulen, Universitäten).

Mit den Kriterien für wissenschaftliches Arbeiten wird definiert, durch welche Merkmale sich akademische Textformen und Arbeiten von anderen (nichtwissenschaftlichen) Textsorten und Darstellungsformen unterscheiden. Die Beachtung und Einhaltung dieser Kriterien ist die Bedingung für das erfolgreiche Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten, unabhängig davon, ob es sich um ein Referat, eine Hausarbeit oder eine Doktorarbeit handelt.

Die fünf Qualitätskriterien für wissenschaftliche Arbeiten beinhalten:

1) Das konsequente Verfolgen der wissenschaftlichen Zielsetzung der Arbeit: die Selbstständigkeit des wissenschaftlichen Arbeitens

Das selbstständige Erarbeiten von Fragestellungen am gegebenen Untersuchungsmaterial ist ein wissenschaftliches Grundkriterium und bezieht sich auf den gesamten Prozess der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung. Hierzu gehört das systematische Auswerten von Quellen und Materialien (Fachliteratur oder empirische Daten) unter einer plausibel formulierten Fragestellung. Ebenso zählen die Anwendung fachspezifischer Methoden sowie die Einbeziehung der einschlägigen Forschungsliteratur dazu.

Hinweis: Die innovative geistige Eigenleistung (Originalität) ist nicht für jede Arbeitenart das maßgebliche Qualitätskriterium. Hausarbeiten oder Seminararbeiten können bzw. sollen üblicherweise keine neuen Erkenntnisse generieren, sondern dienen dem Strukturieren und Systematisieren bekannter Ergebnisse gemäß der ausgewählten Themenstellung. Anders steht es mit Dissertationen, Masterarbeiten oder Diplomarbeiten. Hier ist der innovative Forschungsbeitrag durch eine originäre wissenschaftliche Eigenleistung explizites Qualitätskriterium der Bewertung.

2) Das Belegen von Aussagen unter Bezug auf eine für jedermann zugängliche Materialbasis (Nachprüfbarkeitskriterium)

Alle vorgetragenen Aussagen und Argumente sind durch wissenschaftliche Sachargumente (Untersuchungsmaterialien, Forschungspositionen, Theorien) zu stützen, damit die eigene Position vom Leser bzw. Gutachter nicht als „bloße Meinung“ ausgelegt werden kann. Subjektive Wertungen oder unkritische Übernahmen tendenziöser Standpunkte sind ausnahmslos zu vermeiden.

3) Das geschlossene Argumentieren in klaren und eindeutig nachvollziehbaren Schritten

­Wissenschaftliches Argumentieren bedeutet, auf der Basis einer fachspezifischen Methodik und Systematik zu folgerichtigen Ergebnissen oder Erkenntnissen zu gelangen. Die Darlegung der einzelnen Untersuchungsschritte muss kohärent, das heißt ohne argumentative ‚Lücken‘, und ausschließlich mit begründeten Aussagen erfolgen. Der Textaufbau hat entsprechend schrittweise strukturiert, inhaltlich geschlossen und vollständig zu sein.

4) Das sprachliche Formulieren in verständlichem Deutsch und unter Berücksichtigung eindeutiger Fachterminologie

Wissenschaftliche Arbeiten sind zwar in erster Linie auf den Betreuer abgestellt, müssen jedoch in verständlicher Sprache die wissenschaftliche Fachlichkeit widerspiegeln, um auch für unabhängige Gutachter nachvollziehbar zu sein. Hierzu gehören die Verwendung der korrekten, fachlich einschlägigen Terminologie sowie die klare Definition aller Begriffe, die für den Argumentationsgang und die Ergebnisdiskussion der Arbeit maßgeblich sind.

5) Das Einhalten der wissenschaftlichen Form

Die Abgabe einer inhaltlich exzellenten wissenschaftlichen Arbeit ohne die Berücksichtigung der akademischen Formvorschriften führt nicht nur zu einer negativen gutachterlichen Bewertung, sondern kann auch zur Rückgabe bzw. Annahmeverweigerung des Lehrstuhls führen.

Zur korrekten wissenschaftlichen Form gehört an allen Hochschulen die Einhaltung der fachspezifischen Formatierungsvorgaben (i.d.R. vom Prüfungsamt erhältlich), zu denen auch die Zitierregeln zählen. Ebenso sind fächerübergreifend eine fehlerfreie Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion relevante wissenschaftliche Gütekriterien einer jeden wissenschaftlichen Arbeit.

! Expertentipp: Erfragen Sie neben den üblichen Anforderungen an die wissenschaftliche Form Ihrer Hausarbeit direkt beim Dozenten oder Hauptgutachter, ob über die Formvorschriften hinaus spezifische Ansprüche erfüllt werden sollen. Das gilt generell auch mit Blick auf die inhaltlichen Anforderungen.

Die Standards für wissenschaftliche Arbeiten

So wie die Kriterien sind auch die Standards für wissenschaftliches Arbeiten fächerübergreifend gültig. Sie stellen die vereinheitlichten Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens dar und gelten für jede Bearbeitungsstufe im wissenschaftlichen Recherche- und Schreibprozess. Ihre Einhaltung stellt sicher, dass die Arbeit eine gute Ausgangsposition für den Begutachtungsprozess hat und auch für die Einreichung an einer ausländischen bzw. internationalen Hochschule in Frage kommt: Standards und Kriterien wissenschaftlichen Arbeitens gelten international.

Folgende Standards sind unverzichtbar für jede wissenschaftliche Arbeit und unabhängig vom Hochschultyp oder Studienfach an allen Hochschulen in Europa und den USA gültig:

Jede schriftliche wissenschaftliche Arbeit muss

  • objektiv sein, das heißt: Alle Schritte und Ergebnisse müssen für unbeteiligte Dritte nachvollziehbar und einsehbar sein (Überprüfbarkeit)
  • präzise sein, das heißt: Alle Schritte, Ergebnisse und verwendeten Termini müssen eindeutig, verständlich und klar definiert sein
  • vollständig sein, das heißt: Alle für die Untersuchungsthematik dazugehörigen Materialien und Forschungen müssen möglichst lückenlos dargelegt werden
  • ehrlich und redlich sein, das heißt: Redlichkeit als Grundprinzip guter wissenschaftlicher Praxis wird durch das Offenlegen der verwendeten Quellen durch korrektes Zitieren erreicht

So erfüllt Ihre Arbeit die Anforderungen an das wissenschaftliche Arbeiten:

  • Sie wenden die Methoden und Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens konsequent an
  • Sie berücksichtigen die Kriterien wissenschaftlicher Objektivität in allen Untersuchungsschritten und bei der Präsentation
  • Sie halten die Formvorschriften für das wissenschaftliche Arbeiten konsequent ein
  • Sie folgen dem Prinzip der Redlichkeit bzw. der guten wissenschaftlichen Praxis ohne Einschränkungen

Im nächsten Kapitel stehen Grundtechniken des wissenschaftlichen Arbeitens im Vordergrund – und damit bereits erste Anwendungen für die wissenschaftlichen Kriterien und Standards. Dieses Kapitel stellt, ebenso wie der Abschnitt 1a, eine Grundlagenfunktion für das wissenschaftliche Arbeiten dar. Zugleich werden in diesem und den nächsten Abschnitten Arbeitstechniken vorgestellt, die das Arbeiten effizienter gestalten. Überspringen Sie diese Abschnitte also nur, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie bereits effiziente Konzept- und Schreibtechniken entwickelt haben und diese nicht weiter optimieren müssen.

1.b Wissenschaftlich analytisch und methodisch vorgehen

Wissenschaftliche Texte unterscheiden sich von populärwissenschaftlichen Darstellungen und vom Alltagswissen nicht nur durch ihre spezifische Genauigkeit in der Ausarbeitung. Wissenschaftliches Arbeiten zielt insgesamt auch auf eine andere Form des Wissens und der wissenschaftlichen Ergebnisverwertung ab. Es geht dabei nicht um „Stoffsammlungen", sondern fundierte Analysen bestimmter Sachverhalte, Thesen oder Fragestellungen. Dass sich beide Herangehensweisen auch überschneiden können, ist unstrittig, jedoch gilt die wissenschaftliche Wertigkeit nur in eine Richtung: so können Erkenntnisse aus der Ernährungswissenschaft beispielsweise das Alltagswissen beeinflussen. Umgekehrt jedoch ist Alltagswissen keine hinreichende Basis für wissenschaftliche Erkenntnis, denn ihr fehlt das wissenschaftlich-methodische Fundament.

Das Beispiel zeigt: Jeder wissenschaftlich Untersuchende muss über eine klare wissenschaftliche Zielstellung verfügen und sein Vorgehen in jeder einzelnen Bearbeitungsphase methodisch begründen können. Wissenschaftliche Analyse und Methodenbewusstsein sind Grundelemente im Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens – und das auf jeder einzelnen Ausarbeitungsstufe.

Das Ziel des wissenschaftlichen Arbeitens ist entsprechend das Entwickeln begründeter Wahrheitsaussagen bzw. das Erarbeiten von Lösungswegen, die nicht bloß subjektiv, sondern allgemein nachvollziehbar sind. Hierzu verhilft die wissenschaftlich-analytische Herangehensweise.

Das bedeutet erstens, dass alle Erkenntnisse durch Analyse eines gegebenen Untersuchungsgegenstands und auf Grundlage einer fachspezifischen Argumentation gewonnen werden. Das schließt die gewissenhafte Berücksichtigung von Positionen der Forschungsliteratur ein.

Die wissenschaftliche Herangehensweise bedeutet zweitens, dass alle Erkenntnisschritte durch ein spezifisches Methodenbewusstsein begleitet werden. Über die Art und Weise des fachspezifischen Vorgehens herrscht also in jedem einzelnen Schritt der Bearbeitung die nötige Klarheit. Erst dadurch erhalten wissenschaftliche Aussagen ihre allgemeine Gültigkeit, Aussagekraft und Bedeutung.

Um wissenschaftliches Arbeiten sicherzustellen, sind also ein methodisch-analytisches Vorgehen und eine methodenbewusste Theoriebildung notwendig, die den Erkenntnisprozess zwischen Problemstellung und Lösungsfindung konsequent begleitet. Die wissenschaftliche Literatur spricht in diesem Zusammenhang von systematischer bzw. _methodischer Heuristik,_womit nichts anderes als das strukturierte, analytische und methodenbewusste Vorgehen vor, während und nach der Ausarbeitung eines wissenschaftlichen Themas gemeint ist.

Diese Instrumente der Systematischen Heuristik helfen, die einzelnen Schritte innerhalb eines komplexen Bearbeitungsfelds von Anfang an wissenschaftlich und übersichtlich zu strukturieren.

Sie beinhalten:

  • den bewusst kritischen Umgang mit dem zu bearbeitenden Quellen- und Datenmaterial (Literatur, Datensets, Quellenmaterialien aus Untersuchungen etc.)
  • die analytische (d. h. kritisch ‚auflösende') Auswertung des vorhandenen Materials und die kritische (nicht einfach ‚affirmative' bzw. ‚naive') Übernahme von Untersuchungsergebnissen anderer
    • den bewussten Einsatz einer gewählten Bearbeitungs- und Untersuchungsmethode
    • die analytische ‚Zerlegung' der gewählten Problemstellung in Teilaspekte und Unter-Themen (Teilthemen)
    • die größtmögliche Präzisierung der leitenden Begriffe der Untersuchung gemäß der analytisch präzisierten Teilprobleme des Untersuchungsprojekts
    • das Anlegen detaillierter Arbeitsschritte zur Disposition des konkreten, ggf. bereits überarbeiteten Arbeitsablaufs
    • das fortlaufende Überprüfen von Untersuchungsverlauf, -ergebnissen und Methoden innerhalb des Bearbeitungsprozesses (‚Stimmigkeit' der Teile des Bearbeitungsganzen)
    • die (Nach-)Kontrolle und eventuelle Korrektur von ursprünglich gewählter Aufgabenstellung und erreichten Ergebnissen

! Expertentipp: Für viele Dozenten und Gutachter ist der Gradmesser für die analytische Qualität einer wissenschaftlichen Arbeit, wie genau und trennscharf zentrale Begriffe verwendet und definiert (das heißt ‚auseinandergehalten‘) werden. Wer mit dem facheigenen Vokabular der Wissenschaftssprache gewissenhaft arbeitet und terminologische Präzision an den Tag legt, stellt Problem- und Methodenbewusstsein unter Beweis und bietet bei der detaillierten Prüfung des gewählten Forschungsdesigns weniger Angriffsfläche.

1.c Wissenschaftlich recherchieren

Neben einem methodisch überzeugend ausgearbeiteten Forschungsdesign und analytischer Methodenbegründung gehören das wissenschaftliche Recherchieren, die wissenschaftliche Daten- und Materialaufarbeitung, Stoffsammlung und Quellenarbeit , zu den wichtigsten Voraussetzungen für das qualitätsorientierte und erfolgreiche wissenschaftliche Arbeiten.

Wissenschaftliche Daten- und Materialaufarbeitung als Bestandteil des wissenschaftlichen Arbeitens meint mehr als die akribische Literaturrecherche (diese wird im zweiten Hauptteil für jede Arbeitenart einzeln aufgeführt und erörtert). Wer wissenschaftlich recherchiert, um eine gegebene Aufgaben- und Themenstellung abzuarbeiten, benötigt bei der Materialauswahl sowohl einen Plan wie auch eine Methodik. Ansonsten läuft das Untersuchungsdesign Gefahr, lediglich eine gute Recherchearbeit zu einem Thema zu sein, anstatt die systematische (lückenlose) und methodisch begründete Überprüfung einer gewählten Problemstellung darzustellen.

Beim wissenschaftlichen Recherchieren kommt es folglich darauf an, durch eine bestimmte Reihenfolge von Bearbeitungsschritten für die systematische Aufarbeitung des Forschungsstands, der Quellenlage und des fachlichen Diskussionszusammenhangs zu sorgen. Der Recherche-Prozess bezieht sich also nicht nur auf die Sekundärliteratur im ausgewählten Untersuchungsfeld, sondern erstreckt sich auf den gesamten Umfang der Materialauswahl und -bewertung.

Dabei ist auf eine repräsentative Breite im Zugang zu den relevanten Quellen, Daten und Materialien zu achten. Das bedeutet: Die Konsultation der im Lehrfach oder Fachbereich kanonisierten Lehrmaterialien, Autorenquellen (standardisierte Referenzautoren) und Fachlexika hat Vorrang vor der Material- und Stoffsammlung durch Online-Nachschlagewerke wie Wikipedia oder die Google-Recherche (siehe: Exkurs Wikipedia).

Folgende Arbeitsschritte sind bei der systematischen Recherche für eine wissenschaftliche Aufgabenstellung sinnvoll und tragen zur Effizienz im Rechercheprozess bei:

Schritt 1: Stoffsammlung

Die Stoffsammlung ist im wissenschaftlichen Rechercheprozess die Grundstufe, mit dem Schwerpunkt auf der Materialbeschaffung und -auswahl. Wie umfangreich die Stoffsammlung angelegt werden muss, ergibt sich aus den einzelnen Arbeitenarten (s. Kapitel in Hauptteil 2). Grundsätzlich gilt aber: „Mehr ist auch mehr!" Die Stoffsammlung der Recherchephase umfasst:

  • umfassende Sichtung der wissenschaftlichen Forschungs- und Fachliteratur in der Reihenfolge: Fachbücher (Monografien, Sammelbände) – Fachjournale (Zeitschriften) – Online-Publikationen – Konferenzbeiträge (Paper, Periodika, Fach-Diskussionsforen u. a.) – Fachlexika – Rezensionsorgane
  • Gegenrecherche relevanter Schlagwörter und Beiträge in Fachbibliografien
  • Berücksichtigung von neueren Fachdiskussionen (Tagungs- oder Messeberichte, Artikel in tagesaktuellen Medien, Weblogs u. ä.)
  • Stichprobe auf zentrale Stichwörter der Aufgabenstellung durch Internetrecherche (Erschließen ggf. tagesaktueller Beiträge zum Thema)
  • Anlegen eines exakten Literaturverzeichnisses der wichtigsten Quellen (Arbeitsbibliografie)

Schritt 2: Quellenarbeit (wissenschaftliche Daten- und Materialaufarbeitung)

Jede Quellenrecherche führt in ihrem zweiten Schritt zum Anlesen und Ordnen der bibliografisch erfassten Beiträge. Auf die Phase der Materialbeschaffung und Materialauswahl erfolgt somit die Phase der Materialbewertung.

Kern dieser Arbeitsphase ist die systematische Aufarbeitung des Forschungsstands zum Projektthema (ausführliches Exzerpieren des Diskussionsstands der Sekundär-Literatur unter Berücksichtigung der Forschungs-Chronologie). Hierzu gehört das Benennen (ggf. vorläufig) von bemerkten Defiziten in der Fachliteratur und -diskussion (Aufzeigen der sogenannten Forschungslücke). Ebenso ist hier die Erstellung eines Plans (z. B. für ein Exposee), in dem detailliert vermerkt ist, welche besonderen Quellen (empirische Materialbasis, Unternehmensdaten, Handschriften, Sonderarchive, Interviews u. ä.) als Basis für die Analyse verwendet werden sollten, notwendig. Ergebnis der Quellenarbeit – und damit des Rechercheprozesses – ist ein systematischer Arbeitsplan, der die Aufgabenstellung transparent in den wissenschaftlichen Diskussionskontext einstellt und das methodische Vorgehen mit Bezug auf das sondierte Recherchematerial objektiviert, allgemein gültig und forschungsrelevant macht.

Im Verlauf der wissenschaftlichen Daten- und Materialaufarbeitung, also der eigentlichen Quellenarbeit, wird üblicherweise zwischen zwei alternativen Vorgehensweisen unterschieden: der Systematischen Methode und dem Closed-circle-System.

a. Systematische Methode

Bei diesem Recherche-Prinzip wird vom aktuellen Quellen/Forschungsstand (z. B. unter Auswertung von Fachjournalen oder von neuen Beiträgen eines bestimmten Autors) ausgegangen. Die älteren Quellen werden von der Einstiegsstelle aus zurückrecherchiert und es ergibt sich im Rechercheverlauf ein komplexes Netz an Autoren, Quellen und Positionen zum Thema. Neben fremden Erhebungen sind insbesondere bei Haus- und Seminararbeiten auch eigene Arbeiten mit einzubeziehen, sofern vorhanden.

Der Vorteil besteht in der Wahrscheinlichkeit, mit dieser Methode möglichst lückenlos das Themenfeld bzw. die Aufgabenstellung zu erfassen.

Der Nachteil liegt vor allem in der Anfangsphase der Ausarbeitung in der Gefahr, sich in der Vielfalt der verschiedenen Problemzugänge zu verlieren.

b. Closed-circle-System

Bei dieser Recherchemethode (auch Lawinen- oder Schneeballmethode genannt) werden ständig wiederholt zitierte Werke für die Präzisierung des Arbeitsthemas herangezogen. Dabei spielt der Veröffentlichungszeitraum keine Rolle. Entscheidend ist, dass bestimmte Autoren und Positionen ähnlich bewertet werden. So entsteht eine aus Schwerpunkt-Autoren bestehende feste Zitierlinie, auf die sich die eigene Ausarbeitung berufen kann.

Der Vorteil besteht in der Übersichtlichkeit der Argumente anhand der wissenschaftlichen Forschungsstandpunkte.

Der Nachteil besteht in der Gefahr, dass aktuelle Beiträge oder kritische Gegenpositionen zu den ‚Systemautoren' übersehen- oder Argumente einseitig (unkritisch) vorgetragen werden.

Beide Verfahren – Systematische Methode und Closed-cercle-System – beruhen auf sorgfältiger und kontinuierlicher Sichtung des Materials. Beide sind vergleichbar zielführend, effizient und arbeitsmethodisch sinnvoll. Sie sollten sich nach Möglichkeit nicht ausschließen, sondern zumindest phasenweise ergänzen.

! Expertentipp: Mit dem Recherchevorgang wird die Basis der wissenschaftlichen Arbeit gelegt. Die recherchierte Materialbasis muss also erstens breit genug sein (lieber zu breit als zu schmal), um zu repräsentativen Ergebnissen zu führen. Zweitens ist unbedingt darauf zu achten, dass die Material- und Quellenebene qualitativ hochwertig ist, also seriöse und zitierfähige Quellen enthält. Das dritte Prüfungskriterium ist die Aktualität der verwendeten Quellen. Prüfen Sie innerhalb und am Ende Ihrer Recherchearbeit, ob Sie alle drei Faktoren in vollem Umfang berücksichtigt haben!

Exkurs:

Wikipedia: Zwischen Pro und Contra

Die Frage, ob die Online-Enzyklopädie Wikipedia eine zulässige Quelle einer wissenschaftlichen Arbeit darstellt, gilt im Hochschulbereich immer noch als umstritten. Sie lässt sich auch nicht generell für alle Fachgebiete beantworten.

Fest steht: Trotz zunehmender Wertschätzung online verfügbarer Wissensbestände wird die wissenschaftliche Verwertbarkeit von Artikeln und Quellen auf Wikipedia von den meisten Hochschul-Dozenten nach wie vor angezweifelt oder auch verneint, nach der Devise: Wiki-Wissen mag legitimer Wissenserwerb in der Schule, nicht jedoch in der Hochschule sein. Nach dem Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz gilt Wikipedia-Wissen entsprechend als „Meinungswissen" – im deutlichen Unterschied zum seriösen wissenschaftlichen Wissen. Gleichzeitig gehört das auf Wikipedia von mehreren Nutzern (Autoren) generierte Wissen zu den Formen des legitimen kollaborativen Wissenserwerbs – mit unbestrittenem Nutzen für bestimmte Phasen der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Gegenstand der Arbeit.

Die Fragen, die im Entstehungszusammenhang wissenschaftlicher Arbeiten relevant sind, lauten allerdings: Wie verlässlich – und das heißt wissenschaftlich verwertbar – sind Wikipedia-Quellenangaben? Zu welchem Grad ist ihre Nutzung innerhalb der wissenschaftlichen Arbeitsziels tolerierbar? Die Beantwortung dieser Fragen lässt sich im Pro und Contra der Wikipedia-Verwendung folgendermaßen zusammenfassen:

Contra Wikipedia:

1) Grundlage des wissenschaftlichen Arbeitens sind zitierfähige wissenschaftliche Quellen , in der Regel fachbezogene Publikationen (Lehrbücher, Fachliteratur in Fachjournalen, Fachaufsätze). Auf Wikipedia werden zwar auch wissenschaftliche Quellen verwendet. Häufig sind sie jedoch nicht zuverlässig ausgewiesen oder es fehlt dem Nutzer der Einblick in den Kontext, aus dem zitiert wurde. Hier lauert daher die Gefahr eines unsicheren Quellenbezugs ohne akademisch autorisierte Position. Qualifikationen und Referenzen der Autoren sind im Einzelnen nicht überprüfbar.

2) Die Verwendung der Wikipedia-Quellen des Wissens birgt die Gefahr, nicht zitierwürdige Quellen in der Argumentation zu verwenden und somit verzerrenden Zusammenhänge aufzusitzen. Zusammen mit der ebenfalls nicht generell gegebenen Qualität fachterminologischer Ausdrucksweise bleibt die Möglichkeit zur Schärfung der wissenschaftlichen Klarheit für die eigene Argumentation generell stark eingeschränkt.

3) Aufgrund der in der „scientific community" nach wie vor verbreiteten Einschätzung, Wikipedia biete weder zitierwürdige noch -fähige Quellen, bleibt dieses Nachschlagewerk fächerübergreifend dem Verdacht einer populärwissenschaftlichen (statt streng wissenschaftlichen) Auseinandersetzung mit einem Fachthema ausgesetzt.

Pro Wikipedia:

1) Wikipedia unterstützt in den meisten Fächern die Orientierung im Themengebiet. Um sich in der Materialsuchphase einen ersten Überblick und ein Meinungsbild zu gegebenenfalls konträren Positionen zu verschaffen, kann Wikipedia sehr nützlich sein, denn das hier praktizierte kollaborative Wissensmanagement vermeidet einseitige Standpunkte.

2) Wikipedia gibt erste Hinweise auf die einschlägigen und weitere Quellen (Autoren) zum Thema (Literaturliste, Internet-Links, ggf. weitere Medien) und hilft dadurch bei der effizienten Sichtung erster Quellenhinweise.

3) Mit dem Vorteil der tagesaktuellen Wissenseinspeisung bietet Wikipedia gegenüber allen gedruckten Darstellungen einen Aktualitätsvorsprung. Geht es um das Beurteilen aktueller Tendenzen, ist der Rückgriff auf das Online-Nachschlagewerk daher in der thematischen Auseinandersetzung eine sinnvolle Option.

! Expertentipp: Die Verwendung von Wikipedia-Einträgen für die eigene wissenschaftliche Arbeit sollte keinesfalls nur davon abhängig gemacht werden, wie man selbst den Wert dieser Wissensquelle für das Arbeitsthema einschätzt. Lassen Sie sich vielmehr davon leiten, wie Ihr Dozent zum Thema Wikipedia steht (bekanntlich neigen weniger internetaffine Betreuer zur Skepsis gegenüber Wikipedia, das muss jedoch nicht die Regel sein). Sprechen Sie Ihren Betreuer direkt auf die Legitimität der Verwendung an und ersparen Sie sich dadurch unangenehme Überraschungen.

1.d Wissenschaftlich begründen und argumentieren

Ein weiteres Merkmal des wissenschaftlichen Arbeitens ist sein systematischer Charakter. Damit die Gesamtheit der Arbeit kohärent ist und die einzelnen Untersuchungsschritte schlüssig sind, ist eine nachvollziehbare Argumentation erforderlich. Jede wissenschaftliche Arbeit muss daher einen klaren Aufbau besitzen und eine Begründung des Vorgehens (Gang der Untersuchung) beinhalten. Schon die Beschreibung der Aufgabenstellung der wissenschaftlichen Arbeit, beispielsweise in der Einleitung, erfordert eine bestimmte systematisierende Kompetenz im wissenschaftlichen Schreiben und Darlegen: das fundierte Begründen des eigenen Standpunkts und damit zugleich die Objektivierung des Untersuchungsprozesses.

In populärwissenschaftlichen Darstellungen können persönliche (subjektive) Gründe dafür angeführt werden, weshalb etwas auf diese oder jene Weise richtig bzw. wahr werden soll. Anderes gilt für das Darstellen, Begründen und Argumentieren im akademischen Zusammenhang. Von der Textgattung Essay__1 abgesehen, gilt in wissenschaftlichen Darstellungszusammenhängen der eigene Standpunkt nicht als gültiger Maßstab.

Vielmehr müssen Ergebnisse, Urteile und Hypothesen grundsätzlich objektiv begründet sein. Das bedeutet, dass Ergebnisse, Urteile und Hypothesen grundsätzlich für Dritte nachvollziehbar und überprüfbar sind. Das schließt die Nachverfolgbarkeit der verwendeten Quellen und Materialien ebenso ein wie das sachliche Ausweisen fremder Positionen. Auch die formulierte Forschungslücke oder die Untersuchungshypothese muss in Form von Argumenten (argumentum, lat.: beweisen), das heißt begründet, vorgetragen und im Kontext einer definierten Forschungslage abgesichert sein.

Zur Objektivität des wissenschaftlichen Schreibens zählt ebenso der sachliche (direkte wie indirekte) Bezug auf bereits vorliegende Forschungsergebnisse. Dazu gehört, dass Herkunft und Quelle aller wesentlichen Gedanken (im weitesten Sinn des geistigen Eigentums) stets angegeben sind. Nur so ist sichergestellt, dass die getroffenen Aussagen tatsächlich wissenschaftliche sind und folglich nicht nur subjektive Geltung haben, sondern rechtmäßigen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit (Allgemeingültigkeit bzw. Intersubjektivität) erheben können.

Allgemeingültigkeit bzw. Intersubjektivität im wissenschaftlichen Kontext von Arbeiten drückt sich dadurch aus, dass getroffene Aussagen auf mehrere Fälle übertragbar sind oder von mehreren Personen (Forschern) geteilte Ansichten darstellen. Die intersubjektive Gültigkeit im Prozess des wissenschaftlichen Argumentierens wird wesentlich durch Auseinandersetzung mit anderen Arbeiten erreicht. Erst dadurch wird das wissenschaftliche Ziel der Arbeit, einen Beitrag zur wissenschaftlichen Erkenntnis zu leisten, erreicht. Hierfür ist es erforderlich, den Stand der Forschung zu dokumentieren, eine eigenständige Forschungshypothese zu formulieren sowie selbstständige Schlussfolgerungen zu ziehen bzw. durch eigene Forschung darauf aufzubauen. Es ist also das Wechselspiel aus eigenem, am Untersuchungsgegenstand gewonnenen, Standpunkt und der kritischen Auseinandersetzung mit den Forschungsergebnissen anderer, durch die der wissenschaftliche Erkenntniswert (Mehrwert) der Arbeit generiert wird. Je besser das gelingt, desto deutlicher sind die Aussichten, dass die Ergebnisse der Arbeit repräsentativ sind und als solche von Gutachtern, Prüfern bzw. der Forschungsgemeinschaft anerkannt und honoriert werden.

Allgemeingültigkeit als Basis- und Gütekriterium wissenschaftlichen Arbeitens lässt sich auch im Drei-Stufen-Modell beschreiben. Sie setzt sich demnach zusammen aus den Hauptkriterien:

Objektivität

Alle dargelegten Untersuchungsergebnisse sind nachvollziehbar, am ausgewählten Untersuchungsmaterial verifizierbar (überprüfbar) und unabhängig von der Person des Wissenschaftlers intersubjektiv gültig.

Validität

Ein valider (d. h. gültiger) Untersuchungsbereich der Arbeit ist nur derjenige, der Bestandteil der begründeten Ausgangsfrage und leitenden Hypothesen ist.

Umgekehrt gilt: Die Validität (Gültigkeit) bezieht sich auf das Thema der Arbeit und diese muss das behandeln, was der Titel bzw. das Thema vorgibt.

Reliabilität

Zuverlässigkeit (Reliabilität) und damit die allgemeingültige Belastbarkeit der Untersuchungsergebnisse ergibt sich dadurch, dass in der Argumentation verlässliche sachliche Verfahren verwendet werden. Durch diese wird garantiert, dass bei Wiederholung von Fragestellungen und Argumentationen unter gleichen Bedingungen identische Ergebnisse erzielt werden. Im Text muss klar erkennbar sein, wo es sich um zuverlässige Tatsachen oder – nicht zwangsläufig nachprüfbare – Meinungen und Vermutungen handelt.

Wichtiges und oft übersehenes Gegenstück der Allgemeingültigkeit wissenschaftlichen Argumentierens ist die Absicherung der Arbeit von ihren Grenzen (Rändern) her. Jede wissenschaftliche Untersuchung fokussiert mit der Wahl ihres Themas einen Schwerpunkt, das heißt, bestimmte Gesichtspunkte werden – auch aus darstellungsökonomischen Gründen – gar nicht erst untersucht oder von vornherein ausgeblendet. Damit die Arbeit einen geschlossenen Argumentationszusammenhang aufweist und ihren Geltungsbereich klar ausweist, sind deren Grenzen eindeutig und explizit (begründet) zu benennen. Der behandelte Gegenstand bzw. der thematische Inhalt der Arbeit muss so genau umrissen sein, dass er auch für Dritte erkennbar ist.

Zu den Eingrenzungen des Gegenstands können Zeitspannen (Untersuchungszeiträume), die Personen- und Gegenstandsauswahl oder eine thematische Aspektbeschränkung gehören. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass die mit der Arbeit getroffenen Aussagen und Erkenntnisse ohne Konturschärfe sind. Damit bliebe auch unklar, ob die beanspruchte Allgemeingültigkeit der Arbeit auf mehrere (weitere) Fälle übertragbar bleibt.

Besondere Relevanz für den wissenschaftlichen Begründungs- und Argumentationsvorgang hat die verwendete Sprache. Fest steht: Keine wissenschaftliche Arbeit lässt sich über einen umgangssprachlichen, metaphernreichen oder ausschweifenden Sprachstil formulieren. Zwingend empfehlenswert für die wissenschaftliche Argumentation ist ein verständlicher und präziser Schreibstil. Dieser ist grundsätzlich an der Fachsprache orientiert.

Auch wenn Spielraum für die individuelle sprachliche Ausgestaltung der Argumentation gegeben ist und dieser insbesondere in den geisteswissenschaftlichen Fächern toleriert ist, gilt: Die sprachliche Form der Ausführungen muss in jedem Fall sachlich, übersichtlich und für alle interessierten Leser, das heißt fachübergreifend, verständlich bleiben. Das gilt insbesondere für wissenschaftliche Arbeiten, die als Studienbelegarbeiten angelegt sind (die Dissertation bildet auch hierin eine gewisse Ausnahme). Auch in den höherstufigen Qualifikationsarbeiten, wie Masterarbeit oder Dissertation, ist Fachjargon, wo sinnvoll einsetzbar, stets dosiert anzuwenden, keinesfalls im Übermaß.

Ebenso wesentlich ist, dass die für das Argumentieren verwendeten Fachb**** egriffe eindeutig definiert sind. Fachtermini sichern Eindeutigkeit und Präzision. Hierfür sind Verweise auf begriffsdefinierende Lexika oder Forschungsbeiträge wertvoll, um Objektivität für die eigene Argumentation zu erhalten und mit der Arbeit eine verlässliche und repräsentative Diskussionsgrundlage zu schaffen.

! Experten-Tipp: Das Fehlen der eindeutigen Begrifflichkeit zeigt sich am häufigsten in der mangelnden Kohärenz und geringen Häufigkeit der Verwendung. Wiederholen Sie daher Ihre zentralen Begriffe in entscheidenden Formulierungen oder Abschnitten Ihrer Arbeit so oft wie möglich, mindestens jedoch so oft wie nötig, das heißt regelmäßig und wiederkehrend. Auch das Absichern der verwendeten zentralen Termini gegenüber ähnlichen Begriffen trägt dazu bei, Ihre Argumentation insgesamt zu objektivieren und als kritische Herangehensweise auszuweisen.

1.e Wissenschaftlich belegen und zitieren

Das Zitieren von Quellen im Rahmen wissenschaftlicher Hausarbeiten ist wesentliche Grundlage des Objektivitätsanspruchs wissenschaftlicher Arbeiten. Erst dann, wenn Sie durch passgenaue Bezugnahmen auf den Erkenntnisstand anderer Ihre Argumentation entwickeln, belegen Sie die Anschlussfähigkeit Ihrer Arbeit an den wissenschaftlichen Fachdiskurs.

Gleichzeitig gehört das richtige Zitieren von Quellen zu den für das wissenschaftliche Arbeiten grundlegenden Techniken, die der Gefahr des (unbeabsichtigten) Plagiats entgegenwirken. Quellenbezugnahme und Quellenbeleg stehen daher in jeder wissenschaftlichen Arbeit in engem Wechselwirkungszusammenhang.

Die expliziten Quellenbezüge selbst dienen der Versachlichung und Legitimierung der eigenen Aussage in einem bestehenden Forschungskontext. Zugleich öffnen sie den erforderlichen Diskussionsrahmen der wissenschaftlichen Arbeit. Das Zitieren selbst unterliegt fächerübergreifend gültigen Regeln. Die wichtigsten davon lauten:

  1. 1) Zitate müssen eine erklärende Funktion erfüllen

Diese Forderung ergibt sich aus dem Urheberrecht sowie der Anforderung an die wissenschaftliche Arbeit, eine persönlich eigenständige Leistung zu sein. Die Forderung unterbindet, dass der wissenschaftliche Text lediglich eine Aneinanderreihung von Zitaten anderer Quellen darstellt.

  1. 2) Der Umfang des Zitats muss angemessen sein

Auch für diese Forderung ist das Urheberrecht der Hintergrund. Das uferlose Zitieren einer einzigen Quelle kann ein Hinweis auf fehlende Eigenständigkeit der Argumentation sein und wäre damit ein Verstoß gegen die Grundforderung wissenschaftlicher Arbeiten.

  1. 3) Zitierte Texte dürfen nicht verändert werden

Wird mit doppelten Anführungszeichen zitiert, bedeutet das zwingend, dass der wiedergegebene Text wortwörtlich korrekt wiedergegeben wird. Gewissenhaftigkeit und Fehlersensibilität sind hier unabdingbar. Eine Ausnahme stellt die Text-Paraphrase dar. Hier kann, unter Hinweis auf die Quelle, die Anpassung des Zitats an den eigenen Argumentationskontext erfolgen.

  1. 4) Zitierte Texte müssen bereits erschienen sein

Auch diese Forderung geht auf das Urheberrechtsgesetz zurück, wonach nur die öffentliche Publikation eine legitime Berufungsquelle darstellt. Diese Forderung ergibt sich aus dem Kriterium der Nachprüfbarkeit wissenschaftlicher Arbeiten.

Zitate (Belegstellen) sind in der Regel diejenigen Bestandteile des Textes, die aus anderen Texten (von anderen Autoren) übernommen wurden. Sie bedürfen grundsätzlich des formal eigenständigen und eindeutigen Nachweises, um zu vermeiden, dass Zitate von Dritten irrtümlicherweise als eigene Leistung aufgefasst werden bzw. ein Plagiatsvorwurf (‚geistiger Diebstahl') begründet wird. In dieser Funktion des Nachweises von geistigem Eigentum anderer heißen die Belegstellen bibliografisches Zitat. Sie bestehen fächerübergreifend aus zwei Teilen: dem lokalen Quellennachweis (im Haupttext oder Fußnotenbereich) und dem Literaturverzeichnis (am Textende bzw. im Apparat).

Zitiert im Rahmen der Argumentation wird entweder in der Form des

  • (wort)wörtlichen Zitats (direktes Zitat)

oder des

  • inhaltlichen Zitats (indirektes Zitat).

Das (wort)wörtliche Zitat ist die identische Übernahme von Inhalt und formalem Duktus einer textexternen Belegstelle. Wörtliches Zitieren ist in denjenigen Fällen sinnvoll oder notwendig, wo die wortgenaue Wiedergabe unabdingbar ist, um die Eindeutigkeit im Inhalt und der sprachlichen Form des Originaltextes zu gewährleisten. Die wortwörtlich übernommenen Textteile stehen dabei stets in doppelten Anführungszeichen, am Zitatanfang und -ende.

Das wortwörtliche Zitat kann entweder innerhalb des eigenen Fließtextes, d. h. unter Anpassung der Satzzeichen, integriert auftreten (z. B. als Teilsatz oder ausschnitthaft zitierter Satz) oder es kann solitär bzw. herausgestellt im Fußnotentext oder Fließtext ausgewiesen sein (z. B. als vollständiger Satz oder auch als ganzer Abschnitt). Im letzteren Fall erfolgt in der Regel eine grafische Kennzeichnung durch veränderte Randsetzung (Einrückung), Zeilenschaltung (üblicherweise durch verkürzten Zeilenabstand) und Typensetzung (üblicherweise durch verkürzte Schriftgröße).

Das inhaltliche (indirekte) Zitat dient der sinngemäßen Wiedergabe wissenschaftlicher Inhalte fremder Originaltexte. Sinngemäßes Zitieren ist dann sinnvoll, wenn die detailgetreue wörtliche Wiedergabe nicht nötig ist (z. B. weil keine bestimmte Fachterminologie vorkommt) oder wenn aus darstellungsökonomischen Gründen ein verkürztes Darstellen des Textinhalts naheliegt. In diesem Fall wird auch von Text-Paraphrase bzw. Paraphrasierung gesprochen.

Der Vorteil dieser Zitiervariante besteht gegenüber dem wörtlichen Zitieren darin, dass in der Paraphrase der eigene Sprachstil weiterverwendet werden kann. Durch die inhaltliche Einbindung und sprachliche Anpassung des zitierten Materials in die eigene Argumentation entfällt zudem das separate Kommentieren von zitiertem Text. In bestimmten Fachrichtungen ist es üblich, im Haupttext die Text-Paraphrase zu verwenden und, im dazugehörigen Fußnotentext, das ausführliche, wörtliche Zitat wiederzugeben.

Die formale bibliografische Kennzeichnung der Paraphrase erfolgt in der Regel ohne doppelte Anführungszeichen, stattdessen durch den Hinweis „vgl." (vergleiche) unmittelbar vor der Quellenangabe. In einigen geisteswissenschaftlichen Fächern ist auch der Zusatz „cf." (confer, lat. vergleiche) üblich.

Bitte beachten Sie insbesondere bei der Verwendung indirekter Zitate: Immer dann, wenn Sie eine Idee, die eindeutig mit einem bestimmten Autor verbunden bzw. von ihm übernommen ist, als Ihre eigene ausgeben, ohne auf den Autor zu verweisen (z. B. durch „vgl. …"), liegt eine Variante des geistigen Diebstahls (Plagiats) vor.

Zur Kennzeichnung von zitiertem Text in wissenschaftlichen Arbeiten in der Funktion des Quellenbelegs werden im europäischen und angelsächsischen Sprachraum drei Methoden, auch Notationssysteme genannt, unterschieden. Sie sind jeweils funktional und fächerspezifisch für unterschiedliche Anwendungskontexte geeignet und entsprechend variabel einsetzbar. Innerhalb eines Fachs, einer Arbeitenart sowie innerhalb einer wissenschaftlichen Arbeit dürfen sie jedoch keinesfalls in gemischter Form auftreten.

Unterschieden wird das Zitieren in den folgenden gängigen Notationssystemen:

  • Harvard-Methode (Kurzform-Zitation)
  • ausführlicher Zitatnachweis (Langform-Zitation)
  • abgewandelter Kurzbeleg (modifizierte Kurzform-Zitation)

Beim Zitieren nach der Harvard-Methode erfolgtdie Quellenangabe im unmittelbaren Anschluss an das Zitat in runden Klammern. Maßgebliches Strukturmerkmal der Harvard-Zitation ist die dreiteilige Kurzform, bestehend aus den Angaben zum zitierten Werk (Nachname des Verfassers), zum Erscheinungsjahr und zur Position der zitierten Stelle (_Spaltenangabe im Lexikon,__Seitenangabe_ bei Büchern und Aufsätzen).

Beispiel:

(Foucault 2012, S. 98)

oder auch

(Foucault 2012: 98)

Der Vorteil der Harvard-Methode liegt in der ökonomischen Darstellungsform und der dadurch möglichen Positionierung direkt nach dem jeweiligen Quellenzitat. Auf diese Weise kann der Fußnotenapparat erheblich entlastet werden bzw. weniger komplexe wissenschaftliche Arbeitenarten (Essay, Praktikumsbericht, Hausarbeit) können ganz auf diesen verzichten. Traditionelle Anwendungsbereiche der Harvard-Zitation sind die sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächer, teilweise auch die Kultur- und die Geisteswissenschaften (fächerabhängige Zitiermethoden).

Beim ausführlichen Zitatnachweis (Langform-Zitation) erfolgtdie Quellenangabe nicht im unmittelbaren Anschluss an das Zitat, also im Haupttext selbst, sondern in der gesonderten Darstellung des Fußnotenbereichs. Maßgebliches Strukturmerkmal des Quellenbelegs durch die Fußnote ist ebenfalls eine Dreiteilung, bestehend aus dem Verweis im Text (durch die Fußnote), dem eigentlichen Fußnotentext mit dem Quellenbeleg im Fußbereich der Seite (unten) sowie der Angabe im Literaturverzeichnis am Ende der Arbeit (im Anhang bzw. Apparat).

Üblich für den Quellennachweis in den Fußnoten ist bei der Erstnennung der verwendeten Quelle die vollständige Auflistung sämtlicher zugehörigen Angaben einschließlich Verlags- und exakter Seitenangabe.

Beispiel:

Kornmeier, Martin (2008): Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Für Bachelor, Master und Dissertation. 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. (= UTB Uni-Taschenbücher 3154). Haupt Verlag: Bern, Stuttgart, Wien, S. 25-27.

Der Vorteil des ausführlichen Quellennachweises in den Fußnotenliegt zum einen in der verbesserten Lesbarkeit des Haupttextes, zum anderen wird dadurch der Fußnotenbereich zu einem wichtigen Bestandteil des Haupttextes selbst, etwa, wenn unmittelbar im Anschluss an das Zitat ein (kritischer) Kommentar folgt oder ein Aspekt eröffnet wird, der eine Ergänzung zu dem im Haupttext Dargestellten bietet. Nachteilig kann sich je nach persönlicher Eigenart die tendenzielle „Aufblähung" der Fußnotentexte zu umfangreichen Nachweisen oder Kommentierungen auswirken. Auch der Fußnotenapparat als solcher ist raumgreifend und kann sich störend auf die Lesbarkeit der Arbeit auswirken.

Traditionelle Anwendungsbereiche der Fußnoten-Zitation sind die geisteswissenschaftlichen Fächer wie Geschichte, Philosophie, Theologie und die meisten Philologien. Auch hier gibt es allerdings fächergebundene Zitiermethoden.

Das Zitieren in abgewandelter Kurzform (modifizierte Kurzform-Zitation) kann als verkürzte Harvard-Zitation oder als eine Art mittlere Variante zwischen Langzitation und Harvard-Methode bezeichnet werden. Diese Kurzbeleg-Methode findet ebenso in den geisteswissenschaftlichen Fächern wie in den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fächern Verwendung. Zwei Hauptverwendungsformen lassen sich unterscheiden.

Bei der im deutschen Sprachraum vorwiegend von den Ingenieurwissenschaften genutzten Zitierform der AMS (American Mathematical Society) wird aus dem Autor- oder Herausgebernamen in eckigen Klammern eine reduzierte Kurzform aus drei bis vier Buchstaben gebildet. Diese wird unmittelbar an die Ziffer des ebenfalls verkürzten Erscheinungsjahres gekoppelt.

Beispiel

[Fouc12] (für Foucault 2012)

Bei der Zitierform des Fußnoten-Kurzbelegs , wie er in vielen kulturwissenschaftlichen Fächern verwendet wird, erscheint die abgebildete Quelle wie bei der Langzitation im Fußnotenbereich, allerdings stark verkürzt. Der Quellenbeleg erfolgt üblicherweise durch die Kombination von Autor-Nennung, Titelstichwort und Seitenzahlangabe.

Beispiel

​ Foucault, Überwachen, S. 13.

! Expertentipp: Verlassen Sie sich nicht ungeprüft auf die allgemeinen Empfehlungen zu den für wissenschaftliche Arbeit verbindlichen Zitierformen! Selbst die gewissenhafteste Lehrbuch-Literatur kann nicht die bibliografischen Besonderheiten und Gepflogenheiten Ihres Fachs, Ihres Hochschulstandorts und vor allem Ihres Gutachters kennen oder voraussehen.

Ebenso wenig empfehlenswert ist es, das Notationssystem aus der für Ihr Fach einschlägigen Forschungsliteratur einfach zu übernehmen. Wissenschaftliche Publikationsorgane und Verlage verwenden häufig eigene (in gesonderten style sheets normierte) Notationen, die nicht generell fachkonforme Zitierweisen verwenden. Orientieren Sie sich nach Möglichkeit unmittelbar an den Publikationen Ihres Dozenten oder an Handouts, die auch im Seminar Verwendung finden.

Für alle drei beschriebenen Notationssysteme ist in sämtlichen wissenschaftlichen Arbeitenarten am Schluss ein Literaturverzeichnis erforderlich, das dem Leser die Übersicht der in der Arbeit verwendeten Quellen ermöglicht.

Das Literaturverzeichnis weist fächerspezifische Varianten auf. Fächerübergreifend gilt allerdings, dass die einmal gewählte bibliografische Angabe einheitlich bzw. kontinuierlich verwendet werden muss. Nicht einheitliche bibliografische Angabe sind beispielsweise nicht nur wechselnde Positionen einzelner Komponenten (Verfassername und -vorname, Publikationsjahr, Verlag u. a.), sondern auch unterschiedliche Ausführlichkeit in den Angaben (z. B. mit oder ohne Angaben von Verlagen, Reihentiteln, Auflagen u. a.).

Literaturverzeichnisse enthalten in der Regel folgende Komponenten:

  • Verfasser- oder Herausgebername
  • Verfasser- oder Herausgebervorname
  • Werktitel und Werkuntertitel
  • Mitherausgeber oder Übersetzer
  • Auflagenangaben (ab 2. Auflage; ggf. erweiterte oder verbesserte Aufl.),
  • Erscheinungsort und Erscheinungsjahr
  • Verlagsangabe (optional)
  • Reihentitel und / oder Bandzahl
  • Anzahl der Bände (bei mehrbändigen Werken)
  • Erscheinungsjahr der Übersetzung (bei übersetzten Werken)

! Expertentipp: In einigen Fächern bzw. bei einigen Dozenten ist es üblich, das Inhaltsverzeichnis in herausgehobener Weise grafisch zu gestalten. Das betrifft insbesondere die Gestaltung der Verfasser- bzw. Herausgebernamen, z. B. durch Großschreibung (Majuskeln), Kursivierung oder Fettdruck. Informieren Sie sich bei Ihrem Dozenten, inwiefern hierauf Wert gelegt wird. Kommen Sie hier Gepflogenheiten Ihres Prüfers oder Fachbereichs nach, um Ihre Gewissenhaftigkeit auch in den Formalia zum Ausdruck zu bringen.

1.f Wissenschaftlich gliedern und präsentieren

Vom Aussehen bzw. von der Form auf den Inhalt zu schließen, ist nicht nur ein im alltäglichen Leben verbreiteter Usus. Auch im akademischen Kontext entscheidet die Art und Weise der Präsentation einer Untersuchung mit Notenrelevanz über die Gesamtqualität der Arbeit. Umso unerlässlicher ist die gewissenhafte Berücksichtigung derjenigen Konventionen, die am Übergang zwischen Verschriftlichung und Präsentation der Arbeit für deren positive Resonanz sorgen können und sollen.

Unabhängig von den einzelnen Arbeitenarten gibt es für das wissenschaftliche Schreiben verbindliche Konventionen zum Verfassen von Manuskripten bzw. Typoskripten. Diese betreffen zwei grundlegende Kriterien: die systematische Grundgliederung der schriftlichen Arbeit sowie die wissenschaftliche Diktion (Schreibweise).

A Die systematische Grundgliederung

Die systematische Grundgliederung bezieht sich auf die Schriftform wissenschaftlicher Arbeiten und grenzt sie beispielsweise von anderen Textarten und Textsorten des populärwissenschaftlichen Publikationsbereiches ab. Wissenschaftlich gearbeitet ist ein Text entsprechend nur, wenn er vollständig den Konventionen schriftlicher wissenschaftlicher Arbeit genügt.

Hierzu gehört in erster Linie, dass das Manuskript bzw. Typoskript nur mit seinen vollständigen Bestandteilen abgegeben bzw. veröffentlich wird.

Zum Manuskript bzw. Typoskript gehören fächerübergreifend zwingend folgende Bestandteile:

  • Der Text und seine einzelnen Teile

(alles das, was zur Argumentation gehört) – einschließlich gesonderter Ausführung wie beispielsweise Exkurs

  • Die Zitate und Quellennachweise

(zur Argumentation gehörig bzw. Teil des Fußnoteninhalts, zugleich Teil des wissenschaftlichen Apparats)

  • Verzeichnisse zum Text

(wörtlicher Teil des Textes und dessen systematisierende Verklammerung)

a. Verzeichnisse vor dem Text: Gliederungs- oder Inhaltsverzeichnis (obligatorisch); ggf. Abkürzungsverzeichnis; ggf. Formeln und Symbole

b. Verzeichnisse nach dem Text: Literatur- oder Quellenverzeichnis (obligatorisch); ggf. Schlagwortregister; ggf. Abbildungsverzeichnis

  • Die Anmerkungen

(zur Argumentation gehörig, zugleich Teil des wissenschaftlichen Apparats)

  • Darstellungen , z. B. Grafiken oder Illustrationen

(zur erweiterten Argumentation gehörig, zugleich Teil des wissenschaftlichen Apparats)

  • Wesentliche Ergänzungen wie Literaturverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Glossar, ehrenwörtliche Erklärung

(Kernbestandteile des wissenschaftlichen Apparats / Anhangs)

Unbedingt zu beachten: durch die Vollständigkeit der Teile ergibt sich die für wissenschaftliche Arbeiten erforderliche Geschlossenheit des Textes. Dabei gilt: Zum Verständnis des wissenschaftlichen Aussagegehalts ist lediglich der Text mit seinen einzelnen Teilen von Relevanz, Anmerkungen oder ergänzende Darstellungen dürfen keine wesentlichen Zusätze zu den Kernaussagen und -ergebnissen enthalten, weil sonst der wissenschaftliche Text nicht ausreichend verständlich bzw. argumentativ geschlossen (unvollständig) ist.

Die systematische Zusammengehörigkeit der einzelnen Bestandteile wird durch fortlaufende Seiten-Nummerierung gewährleistet. Ebenso ist im Manuskript bzw. Typoskript die Angabe des Verfassernamens (Autor oder Autorin) und Abgabedatums (Abschluss der schriftlichen Fassung) verbindlich.

Kompakte Präsentation ist Trumpf: Die Gliederung

Ein weiteres Merkmal der systematischen Grundgliederung der schriftlichen Arbeit ist die Anlage der wissenschaftlichen Teile der Argumentation in einer sachlichen, nachvollziehbaren und schlüssigen Gliederung. Diese ist selbst in den kleineren Formen wissenschaftlicher Arbeiten elementar und keineswegs nur eine Äußerlichkeit des Textes. Sie stellt stattdessen die grundlegende Architektur der Argumentation dar, offenbart die leitenden Gesichtspunkte und dokumentiert die Fähigkeit, die Logik der gewählten Gliederung verständlich abzubilden.

Äußeres Kennzeichen hierfür ist, dass alle Textbestandteile einem gesondert ausgewiesenen Gliederungspunkt thematisch zugeordnet sind (jedem Gliederungspunkt folgt ein entsprechender Textteil) und die Art und Weise ihrer Aufeinanderfolge eindeutig gekennzeichnet ist (Gliederung durch Nummerierungssystem).

Inneres Kennzeichen hierfür ist, dass sich unabhängig von der formalen Gestaltung der logisch strukturierte Aufbau der Arbeit erkennbar in der systematischen Grundgliederung abbildet. Als standardmäßiges Gliederungsprinzip hat sich für das wissenschaftliche Arbeiten die Aufteilung in Einleitung – Hauptteil – Schluss durchgesetzt.

Die Einleitung ist als unverzichtbarer Bestandteil der Gesamtargumentation der Arbeit anzulegen und zu kennzeichnen. Im Gegensatz zu einem Vorwort oder Grußwort bildet sie den thematischen Auftakt der Argumentation. Zugleich übernimmt sie eine Strukturierungsfunktion für die Gesamtheit der wissenschaftlichen Arbeit, denn hier werden die leitenden Fragestellungen (Hypothesen) formuliert, das methodische Vorgehen begründet und der Gang der Untersuchung skizziert.

Im Hauptteil findet die systematische Grundgliederung der Arbeit in den kapitel- und abschnittsweisen Ausführungen ihren Ausdruck. Geordnet nach möglichst gleichwertigen Argumentationsebenen folgen die Gedankenabfolgen einer logisch kohärenten Anordnung und nach Möglichkeit in ausgewogenen quantitativen Verhältnissen. Erstrebenswert ist eine am roten Faden der Gesamtargumentation ausgerichtete und gleichmäßig proportionierte Gliederung der einzelnen Kapitel.

Der Schlussteil der wissenschaftlichen Arbeit ist in erster Linie der Zusammenführung der Ergebnisse (Ergebnisüberschau) gewidmet. Eine bloße Wiederholung bereits im Hauptteil formulierter Resultate sollte zugunsten eines Aus- oder Rückblicks vermieden werden. Der Schluss der Arbeit sollte nach Möglichkeit eine Anknüpfung an die Hypothesen der Einleitung darstellen. So wird die für das wissenschaftliche Arbeiten geforderte Kohärenz bestärkt und die argumentative Geschlossenheit der Arbeit herausgestellt.

Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des themenbezogenen Gliederungsprinzips besteht in der Regel ein Ermessensspielraum des Dozenten. Unabhängig von diesem sollte in jeder Gliederung der wissenschaftlichen Arbeit für den Dritten (Gutachter) eines der beiden einschlägigen Strukturierungsprinzipien wissenschaftlicher Arbeiten erkennbar sein:

a) Das aufbauende Prinzip , bei dem die kompositorische Verknüpfung von Einleitung – Hauptteil – Schluss durch aufeinanderfolgende (aufbauende) Argumentation geleistet wird. Jedes einzelne Teil der Argumentation ist ein gleichberechtigter Mosaikstein zum Verständnis des Ganzen. Das ermöglicht dem Leser eine gute Verfolgbarkeit des Themenbezugs relativ unabhängig von der konkreten Einstiegsstelle der Lektüre.

b) Das kumulierende Prinzip ,bei dem sich das wissenschaftliche Gliederungsprinzip von Einleitung – Hauptteil – Schluss durch Häufung, das heißt schrittweises Ansammeln unterschiedlich relevanter Teilergebnisse, ergibt. Der fehlende Gesamtblick auf den Argumentationszusammenhang sollte bei Verwendung dieses Darstellungsprinzips durch einen zusammenfassenden oder kommentierenden Schlussabschnitt kompensiert werden.

Zur Beachtung: Für aufbauendes wie kumulierendes Prinzip gilt: Das Verbinden von Kapiteln und Abschnitten durch kurze prägnante Formulierungen ist nicht nur ein rhetorischer Zusatz. Es trägt zu mehr Selbstständigkeit der einzelnen Teile bei und ist geeignet, Dritten die inhaltlichen Anschlussstellen der Arbeit deutlich zu präsentieren.

! Expertentipp: Vermeiden Sie in der Gliederung die Aufblähung eines oder mehrerer Kapitel (Abschnitte) ebenso wie zu starke Verknappungen. Denn: Zu stark abweichende Kapitellängen sind oftmals ein Hinweis auf ein falsches (ungünstiges) Gliederungsprinzip der Arbeit. Fokussieren Sie bei zu kurzen Kapiteln das Wichtigste und weiten Sie es zu einem eigenständigen (vollwertigen) Exkurs aus. Fügen Sie in zu langen Abschnitten mehr Zwischengliederungen ein. Stark variierende Kapitelumfänge können grundsätzlich ein Hinweis auf nicht geeignete Gliederung sein. Stellen Sie versuchsweise Ihre Gliederung um.

1.g Wissenschaftlich formulieren

Wissenschaftliche Arbeiten unterliegen einer doppelten kommunikativen Anforderung. Als Formen der Kommunikation erkenntnisrelevanter Sachverhalte sollten sie zum einen weitgehend umgangssprachliche Klarheit aufweisen, um allgemein verständlich zu sein. Als explizite Beiträge zum wissenschaftlichen Fachdiskurs müssen sie zum anderen die wesentlichen Begriffe, mit denen argumentiert wird, fachsprachlich genau definieren. Beide Anforderungen setzen nicht nur einen klaren wissenschaftlichen Stil sowie ein Mindestmaß an sprachlicher Darstellungs- und Formulierungskompetenz voraus. Auch das Bemühen um eindeutige und übersichtliche Gliederung beispielsweise gehört hierzu.

Weil wissenschaftliche Arbeiten Erkenntnisse liefern sollen, sind sie von der Funktion entbunden, spannend oder unterhaltsam zu sein. Gleichwohl ist es empfehlenswert, für das Formulierungskonzept die maßgeblichen Adressatengruppen wissenschaftlicher Arbeiten mit zu bedenken. Diese sind im engeren Sinn die Gutachter (Prüfer) sowie die Fachöffentlichkeit, im weiteren Sinn die breitere Zielgruppe einer fachlich interessierten Öffentlichkeit. Aus diesem Breitenspektrum reeller wie virtueller Zielgruppen ergibt sich die Minimalforderung für jeden wissenschaftlichen Text, auch unabhängig vom Fach-Vorverständnis eines angenommenen Lesers verständlich und nachvollziehbar, das heißt in jedem seiner Schritte transparent zu sein. Nur auf diese Weise kann das grundlegende Ziel wissenschaftlicher Arbeiten erreicht werden: Klarheit und Verständigung zu einem gegebenen Gegenstand zu schaffen.

Unabhängig von ihrem Anforderungsgrad bzw. von der Arbeitenart müssen wissenschaftliche Arbeiten daher generell

  1. deutlich machen, welchen thematischen Bezugsgegenstand sie behandeln
  2. logisch folgerichtig darlegen, in welchem Rahmen des fachlichen Diskurses sich das Untersuchungsvorhaben bewegt
  3. nachvollziehbar darlegen, auf welchem Weg die Erkenntnisse gewonnen wurden
  4. deutlich machen, welches der Eigenanteil an den erbrachten Erkenntnissen ist.

Aus diesen generellen Kriterien für das wissenschaftliche Schreiben und Darstellen leiten sich die drei Grundkonventionen für wissenschaftliche Texte ab:

1 Sachlichkeit (Objektivität)

2 Verständlichkeit (Nachvollziehbarkeit)

3 Anschaulichkeit

1) Das Kriterium der grundsätzlichen**** Sachlichkeit (Objektivität) **wissenschaftlicher Texte ergibt sich aus der ersten Grundforderung gegenüber wissenschaftlichen Arbeiten, wonach Erkenntnisse wie Untersuchungsschritte grundsätzlich begründet vorgetragen, überprüfbar und im Kontext einer definierten Forschungslage der scientific community abgesichert** sein müssen.

Für den Prozess des wissenschaftlichen Formulierens bedeutet das: Wissenschaftssprache muss sich einer klaren Diktion und eines ebenso sachlichen wie präzisen Schreibstils bedienen. Alle persönlich gefärbten Formulierungen, die dem Blick auf das behandelte Thema nicht direkt dienen bzw. diesem abträglich sind, sollten vermieden werden. Insgesamt bedarf es einer durchgängigen Zurücknahme der persönlichen Meinung zugunsten des gegenstands- bzw. sachorientierten Arguments. Das bedeutet beispielsweise, soweit als möglich das Personalpronomen „Ich" zu vermeiden und stattdessen durch Passivkonstruktionen zu ersetzen, solange nicht ausdrücklich personenbezogene Entscheidungen formuliert werden („Im Folgenden soll der Frage nachgegangen werden, …"). Zu den Gepflogenheiten der akademischen Formulierung siehe im Einzelnen Teil 2: Sprachliche Kriterien wissenschaftlicher Arbeiten.

2) Das Kriterium der**** Nachvollziehbarkeit ****und Verständlichkeit wissenschaftlich formulierter Aussagen ergibt sich ebenfalls aus einem Grundanspruch wissenschaftlicher Arbeiten. Sie sollen auch als spezialisierte Untersuchungen die gewonnenen Erkenntnisse verständlich präsentieren und kommunikativ vermitteln. Aus diesem Grund sind beispielsweise Verteidigungen von Dissertationen stets öffentlich und die Publikation einer Dissertation Bestandteil des Promotionsverfahrens. Im Prinzip gilt diese Anforderung für jede wissenschaftliche Arbeitenart – von der einfachen Facharbeit an.

Akademische Präsentationsformen erreichen die damit verbundene wissenschaftssprachliche Formulierungskompetenz in erster Linie durch sprachliche Korrektheit, Sachlichkeit und Deutlichkeit. Zum Beispiel, indem alle Kapitel den expliziten Bezug auf ihre leitende Fragestellung kenntlich machen, nicht zu viele Informationen in einem Satz transportiert werden und die Argumentation fach- bzw. wissenschaftssprachlich prägnant formuliert ist.

Bitte beachten: Berücksichtigen Sie die Besonderheiten des wissenschaftlichen Schreibprozesses (der wissenschaftlichen Diktion) wie in Teil 2: Wie schreibt man wissenschaftlich? Ausgeführt.

3) Mit dem Kriterium der Anschaulichkeit verbinden sich alle Formen der Ergebnispräsentation, die durch Visualisierung und Visualisierungstechniken zur verbesserten Verständlichkeit wissenschaftlicher Gehalte beitragen.Eine obligatorische Verpflichtung wissenschaftlicher Präsentationen zur Anschaulichkeit ergibt sich nicht direkt aus den bereits besprochenen Kriterien wissenschaftlicher Darstellung, indirekt gleichwohl. Gerade die Präsentation häufig abstrakter wissenschaftlicher Erkenntnisse bedarf der Veranschaulichung. Grafische Schaubilder und tabellarische Darstellungen helfen, komplizierte Sachverhalte anschaulich zu machen.

Durch die Unterstützung interaktiver Präsentationsprogramme wie PowerPoint können grafisch oder tabellarisch präsentierte Untersuchungsergebnisse das schnellere und übersichtlichere Erfassen von Inhalten befördern. Insofern ergänzt das Anschaulichkeitskriterium wirksam die geforderte Sachlichkeit und Nachvollziehbarkeit wissenschaftlicher Darstellung und sollte als Möglichkeit der Ergebnispräsentation in jeder Arbeit mit bedacht sein.

1.h Gute wissenschaftliche Praxis einhalten

Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben impliziert eine ethische Grundeinstellung, die den Wert und Respekt des geistigen Eigentums – sowohl des eigenen wie dasjenige Dritter – betrifft. Das damit verbundene Bekenntnis zur guten wissenschaftlichen Praxis , wie sie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für alle Hochschulen definiert hat, besagt im Kern: Jede Verfasserin und jeder Verfasser wissenschaftlicher Arbeiten verpflichtet sich dazu, „strikte Ehrlichkeit im Hinblick auf die Beiträge von Partnern, Konkurrenten und Vorgängern zu wahren".2 Grundlage hierfür ist ein einfacher Grundsatz: Sämtliche wissenschaftlichen Arbeiten sind – als Ganzes wie in ihren Teilleistungen – grundsätzlich nur als eigenständige persönliche Leistungen eines bestimmten Verfassers gültig. Jeder wissenschaftliche Autor ist daher prinzipiell verpflichtet, im Rahmen seiner originären Auseinandersetzung mit dem Thema ohne Ausnahme korrekt zu zitieren und die verwendeten Informationsquellen gemäß den in der scientific community standardisierten Zitierregeln exakt auszuweisen.

Das bedeutet: Jede Übernahme von Aussagen, Theorien und gegenstandsbezogenen Formulierungen ist Teil der persönlichen Erkenntnisleistung und originären Auseinandersetzung mit dem Thema. Als solche ist sie für Dritte eindeutig erkennbar auszuweisen, anderenfalls gilt sie als unrechtmäßige, unbefugte Übernahme fremden Gedankenguts. Sämtliche im eigenen Text verwendeten berechtigten Übernahmen müssen eindeutig und exakt transparent machen, wie sie verwendet wurden. Mit der ehrenwörtlichen (eidesstattlichen) Erklärung, der sogenannten Plagiatserklärung (faktisch müsste es Anti-Plagiatserklärung heißen), die am Ende jeder wissenschaftlichen Hausarbeit beigefügt sein muss [s. Anlage MUSTER], erklären Sie sich rechtsverbindlich mit diesen Grundsätzen einverstanden.

Vorbeugung von Plagiaten

In der wissenschaftlichen Literatur wird zwischen dem expliziten (vorsätzlichen) Plagiat und dem impliziten (unbeabsichtigten, unbewussten) Plagiat unterschieden.

Ein explizites (vorsätzliches) Plagiat als Diebstahl des geistigen Eigentums anderer (Autoren) liegt vor, wenn einzelne oder komplexe Textbestandteile (Gliederungen, Wendungen, Sätze, Satzteile, Absätze, Abschnitte bis hin zu ganzen Seiten) wissentlich bzw. vorsätzlich von einem anderen Autor (Text) übernommen und als eigener Text ausgegeben werden. Diesbezüglich wird vom Totalplagiat oder Teilplagiat gesprochen. Hier spielt es keine Rolle, ob kompilatorisch (Zusammenführung von Textbausteinen mehrerer Autoren) oder nichtkompilatorisch (vollständige Textübernahmen, z. B. durch Copy and Paste) vorgegangen wird.

Ein implizites (unbeabsichtigtes, unbewusstes) Plagiat liegt dann vor, wenn eine Idee oder mit ihr verbundene Formulierungen für den eigenen wissenschaftlichen Text verwendet und nicht als Quellen eines anderen Autors ausgewiesen werden. In diesem Fall liegt faktisch ein Fehler in der Zitation vor. Auch die sinngemäße Orientierung am Text eines Autors, z. B. durch eine Gedanken-Paraphrase, stellt eine Urheberrechtsverletzung durch Plagiat dar.

Plagiate können also sowohl gezielt entstehen als auch unbeabsichtigter Bestandteil nicht beherrschter Schreibtechniken sein. Umso mehr empfiehlt sich, die richtigen Methoden des Zitierens und des Quellenbelegs zu beachten. Unabhängig davon, welche Plagiatsform wissenschaftliche Texte aufweisen: Deren Nachweis führt zur Bewertung der Prüfungsleistung mit „nicht bestanden" (5), die Wiederholung wird verweigert (die Modulleistung muss komplett wiederholt werden) und bei wiederholtem Verstoß sind schwerwiegende Konsequenzen möglich. Im Fall des nachgewiesenen Plagiats in der Dissertation ist die Aberkennung des Doktortitels die Konsequenz.

! Expertentipp:

Machen Sie sich bewusst, dass schon ein mehrfaches inkorrektes Zitieren von Dritten grundsätzlich als Plagiat ausgelegt werden kann. Wenn Sie sich nicht mehr sicher sind, ob von Ihnen verwendete Textbestandteile tatsächlich von Ihnen stammen (z. B. weil keine Anführungszeichen gesetzt wurden), können Sie auch ohne spezielle Plagiatsnachweis-Software über die Suchfunktion Ihres Rechners eine erste Gegenprobe starten. Prüfen Sie mit wortwörtlichen Zitaten Ihres Textes zunächst Ihre eigenen Aufzeichnungen (Dateien) gegen. Geben Sie wahlweise Passagen, die Ihnen prüfungswürdig erscheinen, bei Google unter der Suchfunktion „Bücher" ein.

! Expertentipp:

Eine Möglichkeit, sich gezielt vor einem unbeabsichtigten Plagiat zu schützen, ist die Nennung des verwendeten Autors im einleitenden bzw. begleitenden Fließtext. Weisen Sie das Zitat von Müller also nicht nur im Fußnotentext aus, sondern kommentieren Sie dessen Standpunkt oder Erkenntnis explizit (z. B.: „Wie von M. in seinem Standardwerk deutlich gegenüber F. hervorgehoben, …“).

1.i Bewertungskriterien wissenschaftlicher Arbeiten

Stark normierte Textarten, wie die wissenschaftlichen Arbeiten, verfügen über Bewertungskriterien, durch die der gutachterliche Prozess persönlichkeitsneutral objektiviert werden kann. Das dazugehörige gewissenhaften Beachten der in den jeweiligen Fachbereichen gültigen Bewertungskriterien für die Beurteilung und Benotung schriftlicher Arbeiten sollte entsprechend eine Selbstverständlichkeit sein. Dadurch kann zum einen überprüft werden, ob die erbrachten Teilleistungen (einzelne Textteile) bereits die Kriterien erfüllen. Zum anderen kann durch vorgängiges Berücksichtigen die eigene Orientierungsarbeit wesentlich erleichtert werden.

Nicht persönlich gebundene__Bewertungsmaßstäbe jeder wissenschaftlichen Arbeit sind die Anforderungen bzw. Vorgaben durch:

  • die Studienordnung
  • die Prüfungsordnung
  • die fachspezifischen Regularien für Inhalt und Form der Arbeit

Demgegenüber steht der persönlich gebundene Bewertungsmaßstab, der sich aus den Schwerpunkten, Präferenzen, Vorgaben, Prioritäten und Eigenheiten des betreuenden Dozenten ergibt.

Soll die Arbeit das bestmögliche Ergebnis in der Bewertung erzielen, ist es erforderlich, beide Bewertungsmaßstäbe sehr gut zu kennen bzw. den prüfenden Blick des bewertenden Dozenten so weit wie möglich zu antizipieren.

! Expertentipp : Investieren Sie ausreichend Zeit im Vorfeld der Arbeit, um ein gutes Gefühl für die persönlichen Bewertungsgepflogenheiten Ihres Dozenten zu gewinnen. Neben der obligatorischen Sprechstunde hilft Ihnen hierbei vor allem der Blick auf bewertete Arbeiten Ihrer Kommilitonen. Finden Sie beispielsweise heraus, ob der Prüfer eine bestimmte fachwissenschaftliche Richtung oder Methodik vertreten sehen möchte oder eher positiv bewertet, dass Sie ausgeprägt kritisch mit etablierten Positionen umgehen.

Über das spezifische Anforderungsprofil für wissenschaftliche Texte gemäß der jeweiligen fachwissenschaftlichen Vorgaben hinaus gibt es eine Reihe genereller Vorgaben für wissenschaftliche Arbeiten.

Zwei Dimensionen zur Bewertung der wissenschaftlichen Gütequalität sind hierbei relevant:

  1. Die Art und Weise der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem thematisch gegebenen Gegenstand

(Inhaltsdimension der Bewertung)

  1. Die formale Richtigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit der schriftlichen Formulierung der behandelten Inhalte (Form- und Ausdrucksdimension der Bewertung)

Während die Inhaltsdimension in der Bewertung dokumentieren soll, dass mit dem wissenschaftlichen Text ein selbstständiges Bewältigen der drei Dimensionen wissenschaftlicher Arbeiten erfolgte (s. 2.2), spiegelt sich in der Form- und Ausdrucksbewertung die Erwartungshaltung an die wissenschaftssprachliche Formulierungskompetenz des Autors.

Je nach Arbeitenart bzw. Fachstudiendauer gibt es in der Bewertungsskala durchaus erhebliche Abweichungen (die Facharbeit des 2. Semesters unterliegt anderen Bewertungsmaßstäben als die Masterarbeit). Unabhängig davon gilt: Inhaltsdimension und Ausdrucks- bzw. Formdimension gehören im Bewertungsprozess zwingend zusammen und sind bei der Konzeption, Durchführung und Korrektur der Arbeit unabhängig von den Präferenzen der jeweiligen Gutachter gleichmäßig zu berücksichtigen.

Die Goldene Regel hierbei lautet:

Es so korrekt wie vorgegeben machen auf der Ebene der formalen Richtigkeit, Vollständigkeit und Angemessenheit.

Es so gut wie persönlich möglich machen auf der Ebene der inhaltlichen Themenbearbeitung!

! Expertentipp:

Um die Skala möglicher Bewertungskriterien einzugrenzen, empfiehlt sich bereits vor Beginn des wissenschaftlichen Arbeitsprojekts die Abklärung bzw. Eingrenzung der zugrunde gelegten Bewertungskriterien – zum einen mit Blick auf die persönlichen Schwerpunkte des Gutachters Ihrer Arbeit, zum anderen auf die fachbereichsspezifischen Kriterien. Investieren Sie lieber Zeit in einen Konsultationstermin bei Ihrem Fachdozenten statt in die Suche allgemeiner Empfehlungen. Sie können sich auf diese Weise nicht nur viel Zeit, sondern auch (später) unnötigen Frust ersparen.

Sind Sie in Ihrer Arbeit bereits fortgeschritten, machen Sie den Gegencheck 3 zur möglichen Fehleranalyse.

Teil 2: Wissenschaftliches Schreiben

a. Was ist wissenschaftliches Schreiben? Inhaltliche Kriterien wissenschaftlicher Texte

Wissenschaftliches Arbeiten in der Form des wissenschaftlichen Schreibens ist ein stark normierter Prozess. Er umfasst generell sowohl das Produkt des wissenschaftlichen Bearbeitungsprozesses (den geschriebenen wissenschaftlichen Text selbst) wie die mit diesem unerlässlich verbundenen Voraussetzungen (wissenschaftliches Lesen und Strukturieren). Der gesamte Prozess beinhaltet, ein Thema bzw. eine Problemstellung selbstständig, nach wissenschaftlichen Standards und Prinzipien sowie unter Anwendung wissenschaftlicher Methoden und Techniken zu bearbeiten. Das angestrebte Resultat ist ein für Dritte nachvollziehbarer Beitrag zum Verständnis eines thematisch eingegrenzten Gegenstands.

Für den Prozess des wissenschaftlichen Schreibens bedeutet das, den Gegenstandsbezug fortwährend zu objektivieren, das heißt, den Text auf sämtlichen Prozessebenen (Lesen, Strukturieren, Schreiben) mit den Augen eines fremden Lesers zu betrachten. Das bedeutet: Jeder Leser sollte unabhängig vom fachlichen Spezialisierungsgrad des Autors in die Lage versetzt werden, einen nicht subjektiv überformten bzw. verfälscht wiedergegebenen Blick auf den behandelten Gegenstand zu erhalten!

Im Unterschied zu populärwissenschaftlichen oder fiktionalen Textsorten ergeben sich aus der Verpflichtung zur Objektivität des wissenschaftlichen Schreibens klar definierte Vorgaben für den Schreibprozess. Drei Dimensionen sind hierbei miteinander zu verknüpfen:

Die Dimension des wissenschaftlichen Themas bzw. Gegenstands

(Gegenstandsdimension)

Die Dimension der wissenschaftlichen Fachdiskussion

(Diskursdimension)

Die Dimension der fachwissenschaftlichen Argumentation

(Argumentdimension)

Aufgabe des wissenschaftlichen Schreibprozesses ist es, die drei genannten Dimensionen im eigenen schriftlichen Text auf selbstständige Weise miteinander in Beziehung zu setzen. Das bedeutet, den subjektiven (persönlichen) Schreibvorgang zu objektivieren, indem dieser

  • erstens am Gegenstand selbst durch Beschreibungen, beurteilende Kommentare, Erklärungen und Analysen verständlich gemacht und konkretisiert,
  • zweitens durch den Dialog mit den Ergebnissen der Forschungsliteratur auf die Themenstellung bezogen und mit dieser in Beziehung gesetzt,
  • drittens eine eigene kritische Sichtweise zum Gegenstand wie zu den Erkenntnissen anderer argumentativ entfaltet wird.

Machen Sie sich bewusst, dass das Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten ein Lernprozess ist, der sich über mehrere Studienphasen erstrecken kann. Erwarten Sie nicht, schon mit der ersten schriftlichen Belegarbeit einen Achtungserfolg bei Ihrem Prüfer zu erzielen. Der Erwerb der wissenschaftlichen Schreibfähigkeit ist ein Prozess, so wie die angestrebte Professionalisierung des akademischen Schreibens zu den kontinuierlich zu erwerbenden Kompetenzen im Studienverlauf gehört.

! Expertentipp:

Nicht in jedem Themengebiet, jedem Studienfach und für jede akademische Arbeitenart lässt sich die Dreidimensionalität des wissenschaftlichen Schreibens in gleicher Weise umsetzen. Für die Qualität – und damit Bewertung – akademischer Arbeiten ist fächerübergreifend allerdings ausschlaggebend, dass die Verarbeitung wissenschaftlicher Erkenntnisse eine nachvollziehbare Komplexität aufweist. Merken Sie beispielsweise, dass Ihr Text zu monologisch wird oder zu wenig kritische Stellungnahmen aufweist, überprüfen Sie Ihre Bezugnahmen auf den untersuchten Gegenstand und / oder den Umfang Ihrer Auseinandersetzung mit der Sekundärliteratur. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Prüfer bzw. Dozenten, welche Mindestanzahl verwendeter Sekundärliteratur Sie verwenden sollten, um die Bewertungskriterien für Ihre Arbeitenart einzuhalten.

b. Wie schreibt man wissenschaftlich? Sprachliche Kriterien wissenschaftlicher Texte

Wissenschaftliche Texte gehören zu einer besonderen Stilschicht des Ausdrucks, der Wissenschaftssprache. Demgemäß unterliegen sämtliche wissenschaftlichen Arbeitenarten fest definierten und fächerübergreifend standardisierten Anforderungen (vgl. Teil 1, Abschnitt 1g: Die drei Grundkonventionen für wissenschaftliche Texte). Erst deren konsequente Einhaltung sichert die Möglichkeit zur maximal positiven Bewertung der Arbeit. Hingegen führen Verstöße auf Ebene der sprachlichen Formulierung in der Regel zu Abwertungen der gesamten Arbeit, selbst dann, wenn die thematische Auseinandersetzung mit dem Thema hervorragend und die Argumentation überzeugend ist.

Fest steht: Wissenschaftssprache hat aufgrund der angestrebten Objektivität in der wissenschaftlichen Ausdrucksweise (Diktion) sehr viel damit zu tun, in welchem Grad es dem Verfasser jeweils gelingt, Fachlichkeit und Leserorientierung zu verknüpfen. Wissenschaftlich wird das Schreiben entsprechend nicht allein dadurch, dass abstrakte Fachbegrifflichkeit und formelhafte Sprachanwendung eingesetzt werden, von umgangssprachlichen Formulierungen abgesehen oder der Ich-Stil vermieden wird. Die Kriterien des wissenschaftlichen Schreibens werden vielmehr dann erfüllt, wenn Grundanforderungen für das wissenschaftliche Schreiben möglichst umfänglich und konsequent umgesetzt werden.

Hierzu gehören:

  • Die Arbeit an der Eindeutigkeit verwendeter Begriffe

Generell gilt, dass jeder Leitbegriff der Arbeit bei der ersten Verwendung definiert und gegebenenfalls im angesprochenen Forschungszusammenhang kontextualisiert werden muss. Umgekehrt gilt: Nicht definierte Leitbegriffe bieten ein schwer abzuschätzendes Einfallstor sowohl für eigene Ungenauigkeiten in der Verwendung wie für den Gutachter. Präzision in der Begriffsverwendung ist hier der Königsweg für alle wissenschaftlichen Arbeitenarten.

Grundsätzlich sind ausschließlich Fachbegriffe auch dann zu verwenden, wenn zur Vermeidung sprachlicher Eintönigkeit alternative Formulierungen gewählt werden sollen – es sei denn, legitime, also semantisch identische Alternativbegriffe, wurden bei der ersten Begriffsdefinition bereits eingeführt.

Beispiel :

In der Arbeit zum Personalmanagement von Unternehmen kann nicht einfach „Betrieb", „Gesellschaft" oder „Konzern" als alternativer Ersatzbegriff innerhalb der Argumentation verwendet werden. In der ersten Begriffsklärung müsste begründet werden, warum beispielsweise auch „Gesellschaft" semantisch äquivalent ist bzw. inwiefern es spezielle Bedeutungsaspekte von „Unternehmen" sinnvoll ergänzen kann.

  • Die Vermeidung des Ich-Stils

Wissenschaftliches Schreiben erfordert zwar, sich allgemeinverständlich auszudrücken. Dem ungeachtet steht die Einhaltung des fachlichen Niveaus im Sprachgebrauch an erster Stelle und sind umgangssprachlichen Formen des Ausdrucks konsequent zu vermeiden. Hierzu gehört insbesondere auch das Sprechen in der subjektiven Ich-Form oder Wir-Form.

Wertendes Schreiben, bei dem es um das Formulieren von Stellungnahmen und Standpunkten geht, ist zwar in vielen Fachgebieten unerlässlich. Mit der Verwendung der Ich-Form lässt sich in der Regel jedoch nicht der Anspruch wissenschaftlicher Texte auf objektive Begründung bzw. begründete Urteile umsetzen, da das ‚Ich' (oder ‚Wir') als exemplarischer Standpunkt nur behauptet werden kann. Geht es also um das objektivierende Bewerten und Argumentieren, hat objektives und sachliches Formulieren Vorrang vor dem Meinungswissen, auch wenn ein persönlicher Standpunkt in der Argumentation erforderlich sein sollte. Das bedeutet, Aussagen grundsätzlich so zu formulieren, dass sie im Kern auch für Dritte überprüfbar und nachvollziehbar sind, zum Beispiel durch die direkte Bezugnahme oder Gegenüberstellung des thematisierten Forschungsergebnisses.

Beispiel : Anstelle des subjektiv wertenden Standpunkts wie: „Die Argumente von Calvin sind unter Zugrundelegung meiner Hypothese nicht nachvollziehbar, weshalb ich dafür plädiere, …" wird der Standpunkt von C. zitiert, dann die eigene These gegenübergestellt und anschließend kommentiert, z. B.: „C.'s Argumente erweisen sich aus folgenden Gründen als wenig plausible Standpunkte n der skizzierten Diskussion …".

  • Das Vermeiden von abstrakter und passiver Sprache

Zumindest in der deutschsprachigen Wissenschaft ist es üblich, die Objektivität des Standpunkts in den Vordergrund zu stellen. Neben der Vermeidung des Ich-Stils führt das in der Praxis fächerübergreifend dazu, dass die eigenen wissenschaftlichen Beobachtungen und Erkenntnisse möglichst neutral formuliert werden.

Ein verbreitetes und sachlich dienliches Verfahren hierzu ist die Verwendung des Passiv und seiner Ersatzformen („Die Argumentation von C. kann nicht nachvollzogen werden", „Im Folgenden wird es darum gehen, neue Aspekte zum Problemfeld konkreter aufzuzeigen, ohne dass auf die Methode von X. zurückgegriffen werden muss.".

Weniger sachdienlich als die verbreitete Darstellungsform des Passiv ist der übermäßige Gebrauch des sogenannten Nominalstils, also Substantivierungen und deren Häufung. In diesem Fall kommt es zwar zum (häufig massiven) Einsatz von Fachtermini. Das Ergebnis ist jedoch in der Regel, durch die abstrakte und zumeist passive Sprachverwendung, eine erschwerte Lesbarkeit des Textes. Hier hilft üblicherweise nur ein konsequentes ‚Entschlacken', die sogenannte Entsubstantivierung. Hierbei werden, soweit möglich und ohne Verlust an Präzision des ausgedrückten Sachverhalts, die häufig abstrakten Substantive zugunsten von (beschreibenden) Verben ersetzt.

Beispiel : Sätze wie „Im wissenschaftlichen Diskurs des letzten Jahrzehnts hat die Dekonstruktion der überkommenen Positionen des Strukturalismus mittlerweile zu einer deutlichen Gegenbewegung mit Tendenzen der Radikalisierung früherer Ansätze geführt" lassen sich nach erfolgter Entsubstantivierung, Passivvermeidung und Konkretisierung auch anders schreiben, z. B.: „Der wissenschaftliche Diskurs des letzten Jahrzehnts lässt deutlich erkennen, dass zahlreiche Positionen mittlerweile dekonstruiert wurden. Die überkommene strukturalistische Betrachtung erzeugte Gegenbewegungen, wobei frühere Ansätze wiederauflebten und sogar radikalisiert wurden."

  • Das strukturierte Schreiben

Das wissenschaftliche Schreiben bemisst sich zwar nicht wie das populärwissenschaftliche an der Fähigkeit, leserorientiert zu schreiben. Dennoch ist es auch für wissenschaftliche Arbeiten unverzichtbar, dass die Perspektive des Dritten (Gutachters, interessierten Lesers etc.) im Schreibprozess mit bedacht wird. Neben dem Verzicht auf übermäßige Substantivierung und den Passiv-Stil zählen Strukturierungen zu den geeigneten Möglichkeiten, lesbar darzustellen und zu schreiben.

Beim strukturierten Schreiben kommt es darauf an, inhaltlich komplexe Sachverhalte in inhaltliche ‚Portionen' aufzuteilen und übersichtlich aufeinander folgen zu lassen. Damit wird nicht nur die Lesbarkeit des Satzes erhöht, indem dieser verkürzt bzw. in Bestandteile zerlegt wird. Insgesamt kommt es beim Strukturieren vielmehr zu einem besseren Verständnis des thematischen Komplexes.

Beispiel: „Generell werden das syndetische, das asyndetische und das syndetisch-asyndetische Verfahren unterschieden, wobei diese syntaktischen Konstruktionsformen nicht nur funktionalen, sondern überwiegend stilistischen Präferenzen des Schreibenden unterliegen. Während mit ersterem das Verbinden mit Konjunktionen, beim zweiten das konjunktionslose Zusammen von Satzgliedern und beim dritten das Auftreten beider Formen innerhalb von Satzgefügen verstanden wird, …" Eine solche Zusammenziehung definitorischer Parameter entbehrt nicht nur für fachlich Unkundige weitgehend der Verständlichkeit und sogar Eindeutigkeit. Unter dem Gesichtspunkt des strukturierten Schreibens böte es sich beispielsweise an, eine Tabelle oder Aufzählung anzulegen, bei der die einzelnen Begriffe mit ihren Merkmalen übersichtlich erfasst werden können, z. B.:

„Generell werden drei unterschiedliche syntaktische Verfahren unterschieden:

  • Das Verfahren der syndetischen Verknüpfung, bei dem Satzreihungen oder Satzgefüge durch Konjunktionen miteinander verbunden sind
  • Das Verfahren der asyndetischen Verknüpfung, bei dem_…_
  • Das Verfahren der syndetisch-asyndetischen Verknüpfung, bei dem

Wie die vorangegangenen Beispiele gezeigt haben, hat es zwei Vorteile, die Kriterien des wissenschaftlichen Schreibens einzuhalten: Die Klarheit der eigenen Argumentation verbessert sich und ihre Verständlichkeit für den Leser nimmt zu.

c. Formale Bestandteile wissenschaftlicher Arbeiten

Wissenschaftliche Arbeiten unterliegen innerhalb des wissenschaftlichen Fächerkanons auch hinsichtlich ihrer formalen Anlage unterschiedlichen Ansichten. Dem ungeachtet haben sich im deutschen Sprachraum fächerübergreifende Konventionen und Standards der formalen Bestandteile wissenschaftlicher Beleg- und Abschlussarbeiten herausgebildet. Wie diese im speziellen Fach, in dem die Arbeit verfasst wird, aufgefasst werden, lässt sich in der Regel den Modulbeschreibungen der Anlagen der Prüfungsordnungen entnehmen.

In der Regel gehören zu einer vollwertigen wissenschaftlichen Arbeit folgende Komponenten obligatorisch bzw. im Fall textsortenspezifisch bedingter geringerer Komplexität (z. B. beim Fachessay) teilweise auch fakultativ:

  • Titelblatt (Deckblatt)
  • Inhaltsverzeichnis (mit der Gliederung der Arbeit)
  • Abbildungsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • Abkürzungsverzeichnis
  • Textteil (Einleitung, Hauptteil, Schluss)
  • Anhang (Literaturverzeichnis)
  • Eidesstattliche Erklärung (Plagiatserklärung)
  • Sperrvermerk
1. Titelblatt (Deckblatt)

Das Titelblatt (auch Deckblatt) bildet unabhängig von der Arbeitenart die erste Seite einer wissenschaftlichen Hausarbeit. Es ist nach streng nach den Vorgaben des Fachbereichs zu gestalten.

Wie das Inhaltsverzeichnis ist das Titelblatt meistens nicht nummeriert und wird auch bei der Seitenzählung nicht mitgezählt. Da es zum ersten Eindruck der gesamten Arbeit beiträgt, sollte es sehr sorgfältig gestaltet und vor allem absolut fehlerfrei sein. Grafische Mindestanforderung der Gestaltung ist, dass das Deckblatt im gleichen Schrifttyp und der gleichen Seitenrandbreite wie die Arbeit selbst angelegt wird.

Zur sorgfältigen Gestaltung des Deckblatts gehören Übersichtlichkeit und Klarheit. Die Prüfer oder externe Dritte sollen die Möglichkeit haben, sich einen raschen Überblick über den Inhalt einer Hausarbeit und die persönlichen Daten des Verfassers zu verschaffen.

Die Pflichtangaben jedes Deckblatts einer wissenschaftlichen Arbeit sind:

im oberen Abschnitt:

  • Angaben zur Hochschule
  • Angaben zur Lehrveranstaltung, in der die wissenschaftliche Arbeit verfasst wurde
  • Titel der Arbeit
  • Datum der Abgabe

im unteren Abschnitt:


– persönliche Angaben des Verfassers (u. a.: Matrikelnummer, Kontaktangabe)

Nicht zum Muss des Titelblatts gehört die grafische Ausgestaltung. Sie ist für einen positiven Eindruck allerdings dringend zu empfehlen. Zu diesen Gestaltungsmöglichkeiten gehört beispielsweise der farbliche Abdruck des Logos der Hochschule, gegebenenfalls auch ein Bild oder eine Grafik, wenn dieses unmittelbar mit dem Text zu tun hat (zum Beispiel in einer kunstwissenschaftlichen Arbeit zu einem bildenden Künstler).

In jedem Fall vermieden werden sollte das bloß ausschmückende ‚Bebildern' des Titelblatts oder gar das Überladen mit grafischen Elementen. Hierzu kann bereits das Verwenden zu vieler unterschiedlicher Schrifttypen und -größen gehören.

Zum Muster für das Titelblatt (Seminararbeit, Masterarbeit) [Link / Anlage]

2. Inhaltsverzeichnis – Gliederung der Arbeit

Das Inhaltsverzeichnis ist Pflichtbestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit und in mehrfacher Hinsicht von besonderer Bedeutung. Es ist die Visitenkarte für die Fähigkeit, einen behandelten Themenkomplex darzustellen, das heißt, diesen systematisch und verständlich in seine einzelnen Hierarchien**** gliedern **zu können. Gleichzeitig gilt üblicherweise dem Inhaltsverzeichnis einer der ersten Blicke des Gutachters. Es erweckt die Erwartungshaltung, indem es den vollständigen Überblick über Inhalt und Struktur** gewährt.

Grundanforderungen

  • Das vollständige Inhaltsverzeichnis wird in der Regel zu Beginn der wissenschaftlichen Arbeit, in der Regel unmittelbar nach dem Titelblatt und noch vor eventuellem Vorwort und vor der Einleitung platziert.

  • Das Inhaltsverzeichnis muss vollständig sein und den Aufbau der Arbeit widerspiegeln. Sämtliche thematischen Gliederungspunkte sind selbstverständlich ebenso aufzuführen wie die Bestandteile des Apparats oder Anhangs. Gültig ist das Inhaltsverzeichnis dabei nur, wenn alle angeführten Elemente der Arbeit eine Seitenzahl tragen.

  • Neben der Vollständigkeit bewerten Gutachter die schlüssige Kapitelgliederung , das heißt,ob die thematische Materialstrukturierung in Kapiteln und Unterkapiteln gelungen ist. Das Inhaltsverzeichnis hat demnach nicht nur die nachvollziehbare Abfolge in der Themenbehandlung darzustellen. Aus ihm muss auch hervorgehen, welches die Hauptteile der Arbeit sind und wie die dazugehörigen Unterkapitel gegliedert wurden. Für beides gilt das Kriterium der logischen Schlüssigkeit und Nachvollziehbarkeit (der rote Faden).

  • Die logisch nachvollziehbare Kapitelgliederung sollte sich auch in der grafischen Gestaltung ausdrücken. Sie führt dazu, dass das Inhaltsverzeichnis übersichtlich strukturiert erscheint und die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit deutlich hervortreten und rasch erfasst werden können. Zu diesem Zweck werden Hauptkapitel (analog zur Einleitung, Zusammenfassung oder zum Anhang) als Titel linksbündig dargestellt. Unterkapitel der zweiten oder dritten Ebene werden jeweils eingerückt dargestellt, das heißt, die dritte Gliederungsebene ist gegenüber dem Hauptkapitel doppelt eingerückt. Von einer tieferen Gliederung als maximal drei Stufen ist in allen Arbeitenarten – mit Ausnahme von Dissertation und Habilitation – abzuraten.

Die Überschriften

Aus den Überschriften für die einzelnen Abschnitte der Arbeit soll auf den ersten Blick hervorgehen, wovon das Kapitel handelt. Haupt- und Unterüberschriften müssen daher kurz und prägnant sein. Die Formel „weniger ist mehr" ist hier nicht nur konzeptionell begründet, sondern ergibt sich auch aus Platzgründen. Gerade bei längeren Inhaltsverzeichnissen sollte die Länge eine Zeile nicht überschreiten. Achtung: Das Nachkontrollieren der Überschriften (passend zu den tatsächlich verwendeten bzw. veränderten Überschriften im Haupttext) bei der Schlusskontrolle der Arbeit nicht vergessen!

Die Seitenzählung

Das Durchnummerieren der einzelnen, fortlaufenden Seiten einer wissenschaftlichen Arbeit ist zwar eine Selbstverständlichkeit. Je nach Arbeitenart, Fachbereich und jeweiliger Prüfungsordnung können sich im Detail der Seitennummerierung jedoch Abweichungen ergeben. Das gilt insbesondere dann, wenn die Arbeit höheren Prüfungsstandards genügen muss (z. B. als wissenschaftliche Abschlussarbeit) oder wenn sie viele Gliederungsteile, Anhänge oder Verzeichnisse aufweist. In diesem Fall ist zu empfehlen, die Unterscheidung von römischen und arabischen Seitenzahlen aufzugreifen.

Mit römischen Zahlen werden üblicherweise alle nicht unmittelbar zum Haupttext der Arbeit gehörenden Verzeichnisse nummeriert. Hierzu gehören alle Vortexte (Vorbemerkung, ggf. Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungs- und Siglen- oder Symbolverzeichnis). Das Inhaltsverzeichnis selbst wird nicht mit Seitenzahl versehen, jedoch mitgezählt.

Die Nummerierung mit arabischen Zahlen ist im deutschsprachigen Raum für alle textlichen Hauptteile der Arbeit üblich, von der ersten Seite der Einleitung bis zum Ende des Hauptteils der wissenschaftlichen Arbeit (die Anhänge also ausgenommen).

Ohne Seitenzahl erscheint lediglich die Eidesstattliche Erklärung nach den inhaltlichen Teilen der Arbeit. Sie bildet in der Regel den Abschluss des gesamten Dokuments.

Bezüglich der Position der Seitenzahlen gibt es keine festen Standards. Hier sollte beim Prüfenden (Gutachter) direkt nachgefragt werden, was bevorzugt wird.

Für und Wider: Manuelles oder automatisches Inhaltsverzeichnis

Unabhängig vom verwendeten elektronischen Schreibprogramm lassen sich Inhaltsverzeichnisse mittlerweile in jedem üblichen Format automatisch so formatieren, dass ein befriedigendes und abgabereifes Dokument erzeugt werden kann. Gerade für Fächer mit vielen Belegarbeiten oder umfangreichen Untergliederungen der Arbeit ist es sinnvoll, sich in die Eigenheiten des automatischen Inhaltsverzeichnisses einzuarbeiten.

Manuelle Inhaltsverzeichnisse erscheinen insbesondere unter dem Gesichtspunkt des effizienten Arbeitens wenig vorteilhaft. Sie bieten lediglich den Vorteil, dass hier maximale Gestaltungsfreiheit für den Verzeichnistext gegeben ist, da die automatischen Formatierungen häufig in individuelle Formatierungsvarianten eingreifen (z. B. den exakten Einsatz von Tabulatoren zwischen Ziffern und Kapiteltiteln, exakte Punktgrößen bei der Gestaltung von Haupt- und Unterebenen u.a.). Das saubere, sich nicht mehr verschiebende Bild der manuellen Inhaltsübersicht ist allerdings ein sehr aufwändiger Vorgang.

Hier liegt der große Vorteil der automatischen Inhaltsverzeichnisse. Sie lassen sich nach der vollständigen Korrektur im Haupttext automatisch anpassen und sparen dadurch bei Korrektur und Überprüfung eine Menge Zeit. Allerdings sind sie vom Schriftbild her häufig weniger befriedigend, wenn sie nicht entsprechend angepasst werden. Ebenso können durch die automatische Formatierung Fehler entstehen, beispielsweise fehlerhafte Trennungen oder Löschungen von Hervorhebungen (Fett- oder Kursivdruck) aus den übernommenen Überschriften des Haupttextes. Daher ist hier unbedingt die gewissenhafte Nachkontrolle empfehlenswert.

3. Vorwort und Vorbemerkung

Vorworte und Vorbemerkungen sind im deutschsprachigen Raum für wissenschaftliche Hochschularbeiten vorgesehen, die veröffentlicht werden sollen (Dissertationen, Habilitationen, Publikationen). Auch umfangreichere Seminararbeiten, Bachelor- oder Mastarbeiten benötigen daher in der Regel weder Vorwort noch Vorbemerkung.

Das Vorwort wird vor dem Inhaltsverzeichnis positioniert und kann mit römischen oder arabischen Seitenangaben nummeriert werden. Es sollte vom Umgang her in keinem Fall zehn Prozent des Haupttextes überschreiten.

Vorworte geben einen Einblick in die persönlichen Beweggründe für das Erstellen der Arbeit. Sie verweisen auf dessen Entstehungsbedingungen, ggf. besondere Schwierigkeiten oder Herausforderungen in der Problemstellung und Themenentwicklung im Verlauf der Ausarbeitung. So kommen Zielstellungen der Arbeit noch vor der Einleitung in den Blick, ohne dass deren Schwerpunkte bereits vorweggenommen werden. Hier ist auch der Ort für Bemerkungen zur eigenen Person oder zum unterstützenden bzw. die Arbeit betreuenden Personenkreis, häufig verbunden mit einer persönlichen Danksagung. Das Vorwort schließt mit einem Datum und dem Namen des Verfassers.

In Dissertationen nicht selten anzutreffen sind (alternativ oder in Ergänzung zum Vorwort) Vorbemerkungen. Diese vor dem Vorwort (wenn vorhanden) positionierten Texte sind kurze Vorworte von einer bis maximal drei Seiten. Je nachdem, ob zusätzlich ein Vorwort verwendet wird, ist hier auf Kürze zu achten. Diese wird am besten dadurch erreicht, dass hier die Beschränkung auf die persönliche Danksagung oder Erwähnung der Unterstützer der Arbeit (Familie, Kollegen, Firma, ggf. Verlag u. a.) erfolgt.

4.1 Abbildungsverzeichnis, Tabellenverzeichnis, Symbolverzeichnis

Bei umfangreicheren Seminararbeiten mit entsprechenden Schwerpunkten im Bildteil, Tabellen oder Symbolen, insbesondere bei wissenschaftlichen Abschlussarbeiten wie Dissertationen und Habilitationen, gehören Verzeichnisse zu den wichtigen Übersichtselementen. Listen bzw. Verzeichnisse zu Bildern, Tabellen oder Symbolen bieten dem Leser den schnellen Zugriff auf alle verwendeten Elemente, die nicht rein textbasiert sind.

Abbildungsverzeichnis, Tabellen- und Symbolverzeichnisse folgen unmittelbar auf das Inhaltsverzeichnis und gehören zu den Teilen der wissenschaftlichen Arbeit, die mit römischen Ziffern vom Hauptteil abgegrenzt werden können (jedoch nicht müssen).

Für die Anlage der genannten Verzeichnisarten sind jeweils drei Parameter in der Übersicht zu registrieren: 1) die Abbildungs-, Tabellen- oder Symbolnummer, 2) die jeweilige thematische Überschrift oder Bezeichnung sowie 3) die Seitenzahl. Diese Angaben sollten mit Hilfe des Tabulators übersichtlich gestaltet sein, beispielsweise wie in folgendem Abbildungsverzeichnis:

1 Politische Karte Deutsches Reich 1900 4

2 Politische Karte Deutsches Reich 1914-16 8

3 Politische Karte Deutsches Reich 1918 / 19 15

4.2 Abkürzungsverzeichnis

Abkürzungen dienen in wissenschaftlichen Arbeiten der Darstellungsökonomie. Sie sind gleichzeitig Ausdruck der wissenschaftlichen Fachlichkeit, denn sie unterstreichen den Anspruch auf die Zugehörigkeit zum Fachdiskurs und seinen etablierten Ausdrucksweisen. In bestimmten Fachbereichen (Jura, Ökonomie, Politik, Medizin u. a.) können Abkürzungen nicht nur in wissenschaftlichen Abschlussarbeiten, sondern auch in Seminar- oder Facharbeiten sinnvoll sein.

Im Abkürzungsverzeichnis sind alle häufig wiederholten Fachtermini aufzuführen und im Wortlaut zu erläutern. Die Registrierung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge. Nicht aufgeführt werden Abkürzungen, die allgemein gebräuchlich und im Duden erklärt sind, jedoch nicht spezifische Abkürzungen innerhalb des Haupttextes sind. Als Abkürzungen sollten in wissenschaftlichen Belegarbeiten unterhalb der Qualifikationsgrade Dissertation und Habilitation nur bereits etablierte Wortkombinationen verwendet werden. Die Anlage der Abkürzungsübersicht sollte tabellarisch im 2-Spalten-System und unter Einsatz eines Tabulators mit großzügigem Leerspaltenraum erfolgen.

Beispiel für ein Abkürzungsverzeichnis aus einer Facharbeit in BWL (Ausschnitt)

ALB Allgemeine Lieferbedingungen

b. f. n. brutto für netto

B2B Business to business

BCE Banque Centrale Européenne

4.3 Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis ist für alle wissenschaftlichen Arbeitenarten obligatorischer Bestandteil. Es führt alle im Haupttext verwendeten, wortwörtlich oder sinngemäß zitierte , Quellen zusammen und weist sie bibliografisch exakt aus. Texte, die in der Arbeit nicht zitiert wurden, auch wenn sie beispielsweise in der Vorbereitungsphase wichtig waren, werden nicht in das Literaturverzeichnis aufgenommen.

Je nach Fachbereich wird das Literaturverzeichnis in zweifacher Untergliederung angelegt. In den Geistes- und Sozialwissenschaften ist es üblich, zunächst die verwendete Primärliteratur (die historischen Quellen) und im Anschluss die Sekundärliteratur (Forschungsliteratur) aufzuführen.

Die Anordnung der Quellen (Artikel, Aufsätze, Monografien, Herausgeberschriften, Internetbeiträge) erfolgt in alphabetischer Reihenfolge der Verfasser-Nachnamen und innerhalb der alphabetischen Ordnung in chronologischer Sortierung (Foucault 1984; Foucault 1987; …). Ist ein Verfasser mit mehreren Werken desselben Jahres vertreten, wird durch zusätzliche Signatur hinter dem Publikationsjahr die eindeutige Zuordnung sichergestellt (Foucault 1987a; Foucault 1987b; …). Das Ergänzungszeichen ist identisch auch im Haupttext zu verwenden.

Positioniert wird das Literaturverzeichnis grundsätzlich unmittelbar nach dem Hauptteil der Arbeit. Im Unterschied zum Textteil der Arbeit ist generell ein einzeiliger Zeilenabstand zu wählen. Die einzelnen Quellen können allerdings durch zusätzlichen Abstand voneinander abgegrenzt werden. Auf grafische Gestaltungselemente (Aufzählungszeichen Punkt oder Quadrat) ist zu verzichten, ebenso auf nummerierte Aufzählungen. Sinnvoll hingegen ist die Einrückung der einzelnen Quellenangaben. Bei ausgesprochen umfangreichen Literaturverzeichnissen (z. B. in Dissertationsschriften) sollte zusätzlich der Petitsatz (11-Punkt) für alle Quellenangaben verwendet werden, um das Verzeichnis nicht zu sehr ‚aufzublähen'.

! Expertentipp: Versäumen Sie nach Fertigstellung der Arbeit nicht, Ihr Literaturverzeichnis daraufhin zu prüfen, ob in ihm nur die tatsächlich verwendeten Quellen aufgeführt sind. Mehrere ‚unechte' Quellen können den Anschein erwecken, dass sie nur aus Gründen des Literaturbezugs (eine bestimmte Anzahl von Quellen darf in wissenschaftlichen Arbeiten je nach Arbeitenart nicht unterschritten werden) aufgenommen wurden. Das könnte Ihnen als Täuschungsabsicht ausgelegt werden.

Zum Muster für ein Literaturverzeichnis s. Anlage

4.4 Eidesstattliche Erklärung (Plagiatserklärung)

Auch die Eidesstattliche Erklärung ist obligatorischer Bestandteil jeder wissenschaftlichen Arbeit und wird von jeder Hochschulprüfungsbehörde verlangt. Sie dokumentiert rechtswirksam, dass die vorgelegte wissenschaftliche Arbeit das geistige Eigentum des Verfassers ist, das heißt, selbstständig erbracht und verfasst wurde. Mit der ehrenwörtlichen (eidesstattlichen) Erklärung, der häufig sogenannten Plagiatserklärung (faktisch müsste es Anti-Plagiatserklärung heißen), sichert der Verfasser rechtlich verbindlich zu, dass er die Arbeit


– selbstständig
– hne Zuhilfenahme nicht ausgewiesener Quellen oder anderweitiger Unterstützung und
– noch keiner anderen Prüfungsbehörde vorgelegt hat.

Achtung: Für die exakte Formulierung sollte der vorgegebene Text (Muster) aus der Prüfungsordnung des Fachbereichs verwendet werden!

Kann nach Einreichen der wissenschaftlichen Arbeit mit Eidesstattlicher Erklärung ein Verstoß gegen die Grundsätze der Erklärung nachgewiesen werden, droht nicht nur die Aberkennung der Prüfungsleistung, sondern auch ein Verfahren wegen Täuschung bzw. Betrug.

Die Eidesstattliche Erklärung steht am Ende jeder wissenschaftlichen Hausarbeit bzw. wird dieser lose beigelegt. Sie erhält keine Seitenzahl und wird auch nicht (unterdrückt) mitgezählt. Sie ist, versehen mit Ort und Datumsangabe , eigenhändig zu unterschreiben. Wichtig: Das Datum der Erklärung muss mit dem Abgabedatum der Arbeit übereinstimmen!

Zum Muster für die Eidesstattliche Erklärung (Plagiatserklärung)]

4.5 Sperrvermerk

In wissenschaftlichen Arbeiten einiger Fächer werden Abschlussarbeiten wie Bachelor- oder Masterthesis gelegentlich in einem Unternehmen geschrieben. Sobald im Zusammenhang mit der Arbeit sensible und vertrauliche Daten des Unternehmens verwendet werden (zum Beispiel im Rahmen einer Marktstrategieanalyse oder statistischen Auswertung), muss die betreffende Arbeit den expliziten Hinweis darauf enthalten, dass die öffentliche Einsichtnahme in die Untersuchungsergebnisse bzw. den Text als Ganzen nicht vorgesehen bzw. zu verwehren ist. Diese Funktion erfüllt der in den wissenschaftlichen Arbeiten einiger Fächer übliche Sperrvermerk ,auch Vertraulichkeitserklärung genannt.

Der Sperrvermerk gilt in der Regel für einen bestimmten Zeitraum, die sogenannte Sperrfrist. So wie der Verfasser der Arbeit den Sperrvermerk mit dem Unternehmen verabreden muss, ist auch die Sperrfrist gemeinsam zu vereinbaren. Der Zeitraum ist von der Datenrelevanz für das Unternehmen abhängig. Für eine Masterarbeit kann sich die Sperrfrist der Arbeit auf drei bis fünf Jahre erstrecken. In diesem Zeitraum darf die Abschlussarbeit Dritten nur nach Absprache (Vereinbarung) mit dem Unternehmen zugänglich gemacht werden. Sie kann also in diesem Zeitraum nicht veröffentlicht werden. Soll die Arbeit dennoch – z. B. als Buch – vor Ablauf der Sperrfrist erscheinen, muss die gesamte Arbeit um die vertraulichen Daten bereinigt werden. Sämtliche Daten, die direkt oder indirekt mit dem Unternehmen in Zusammenhang gebracht werden könnten, sind zu löschen.

Nicht betroffen vom Sperrvermerk sind alle mit der Begutachtung der Arbeit beauftragten wissenschaftlichen Angehörigen. Auch diese allerdings sind in der Regel verpflichtet, eine Geheimhaltungserklärung des Unternehmens zu unterschreiben, die im Rahmen der vereinbarten Sperrfrist gültig ist.

Der Sperrvermerk selbst ist formlos und trägt keine persönliche Unterschrift. Er darf allerdings nicht (wie etwa die Selbstständigkeitserklärung) erst im Anhang der Arbeit erscheinen, sondern ist zu Beginn der Arbeit, zwischen Deckblatt und Inhaltsverzeichnis, als eigenständige Seite einzufügen. In welcher Sprache der Sperrvermerk verfasst ist, richtet sich nach der Sprache der Arbeit. Bei einer englischsprachigen Master Thesis ist entsprechend ein englischer Text zu verfassen.

Zum Muster für den Sperrvermerk [Link / Anlage]

4.6 Abstract

Umfangreichen wissenschaftlichen Arbeiten, aber auch kürzeren (z. B. Aufsätzen), die zur Publikation bestimmt sind, kann eine kurze Inhaltszusammenfassung vorangestellt sein, das sogenannte Abstract. An deutschsprachigen Hochschulen spielt es nur in bestimmten Fachbereichen eine Rolle, etwa, wenn es als englischsprachige (‚internationalisierende‘) Einführung für einen wissenschaftlichen Beitrag verlangt wird. Es ist nicht mit dem Exposé der Dissertationsschrift zu verwechseln, auch wenn hier verwandte Funktionen vorliegen.

Das Abstract ist die reduzierte Kernform des wissenschaftlichen Beitrags. Mit ihm werden Thema und Zielstellung der Arbeit, Leitfragen , herangezogene Quellen und Methoden sowie die Ergebnisse in knapper Form vorgestellt. Auch ein abschließendes Fazit kann hier formuliert werden. Das Verfassen des Abstracts setzt also die vollständige Übersicht über die Ergebnisse der Arbeit voraus und sollte grundsätzlich erst nach der Fertigstellung aller Hauptteile der Arbeit erstellt werden.

Entscheidend ist die (meist vom Fachbereich oder direkt vom Gutachter vorgegebene) Länge des Abstracts, die zwischen einer bestimmten Wörterzahl (mindestens 100 – 150) und 10 Prozent der Gesamtlänge des Hauptbeitrags liegen kann. In jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Sätze kurz und prägnant formuliert sind.

Zum Muster für ein Abstract siehe Anlage

d. Die Kernbestandteile der Arbeit

Die sogenannten Haupt- oder Kernbestandteile wissenschaftlicher Arbeiten setzen sich in schematischer Vereinfachung üblicherweise aus einem Einleitungsteil, einem Hauptteil und einer Schlussbetrachtung zusammen. Die Bezeichnungen „Einleitung“ und „Schluss“ können als solche in der Strukturierung der Arbeit verwendet werden (in Qualifikationsarbeiten wie der Dissertation werden sie häufiger durch thematische Überschriften ersetzt). Als „Hauptteil“ werden die tragenden Bestandteile im eigentlichen Untersuchungsteil der Arbeit allerdings nicht bezeichnet. An dessen Stelle steht hier jeweils die Gliederung eines spezifischen sachlichen Inhalts, seiner Haupt- und Unterthemen.

1. Einleitung

Die Einleitung einer wissenschaftlichen Arbeit gehört zusammen mit dem Inhaltsverzeichnis unbestritten zu den repräsentativsten Schüsselelementen schriftlicher Arbeiten. Vielen Gutachtern gilt sie als Einstieg in den Problemhorizont der Arbeit, als Richtschnur für die zu erwartende Breite und Tiefe in der Behandlung des Gegenstands. Gleichzeitig ist sie Gradmesser für die methodischen Strategien der Arbeit und die Souveränität, mit der der Autor sein Thema beherrscht.

Weil die Einleitung den inhaltlichen Anfang der Arbeit bildet und in komprimierter Form Einblick in die Arbeit gewährt, ist es geboten, für diesen Textteil besondere Sorgfalt zu investieren. Diese Empfehlung gilt unabhängig davon, ob es sich um eine Seminararbeit, eine Masterarbeit oder die Dissertation handelt. Legen Sie auf die Qualität Ihrer Einleitung so viel Gewicht, als hätten Sie nur mit dieser die Möglichkeit, Ihren Gutachter zu überzeugen.

1) Die Hauptaufgabe der Einleitung ist die Vorstellung des Themas der Arbeit und die Begründung für Themenwahl und Art der Durchführung. In einer möglichst allgemeinverständlichen sprachlichen Form ist das Kernthema mit den zu ihm gehörenden Aspekten zu skizzieren. Hierbei kann die Darstellung der persönlichen Motivation der gewählten Fragestellung ein Anknüpfungspunkt sein. Dazu zählt häufig die Bezugnahme auf (ggf. konträre) Forschungspositionen bzw. entsprechende sogenannte „Forschungslücken", die den Innovationswert der Arbeit unterstreichen können. Letzteres ist insbesondere in komplexen Qualifikationsarbeiten (Masterarbeit, Dissertation, Habilitation) unverzichtbar.

2) Weitere zentrale Aufgabe der Einleitung ist die Erläuterung der zentralen Zielstellung der Arbeit und die Vorstellung Ihrer Untersuchungshypothese. Hier sollte angegeben werden, welchen Erkenntnisfortschritt die Untersuchung erbringen soll, welche Fragestellungen geklärt und welche Positionen oder Ergebnisse hinterfragt werden sollen. Dabei kommt es darauf an, Resultate des Hauptteils nicht vorwegzunehmen, sondern allenfalls anzudeuten und das heißt, auf den eigentlichen Untersuchungsteil möglichst neugierig zu machen. Hierfür bieten sich eine oder mehrere Leitfragen an, welche die Basis der Forschungshypothese bilden. Sie sind Motor und Argumentationszentrum der Arbeit und entsprechend deutlich und allgemeinverständlich zu formulieren.

3) Schließlich hat die Einleitung auch einen ersten Einblick in die verwendete Auswertungsmethode und den Aufbau der Untersuchung zu geben. Hierbei kann auf den Inhalt der folgenden Kapitel Schritt für Schritt eingegangen werden. Wichtig hierbei ist, den Gang der Argumentation so zu erläutern, dass der Bezug der Teile aufeinander erkennbar wird, das gewählte Vorgehen in der Quellenauswertung plausibel erscheint und der rote Faden der Arbeit insgesamt kenntlich wird. Der Leser sollte am Ende der Einleitung also einen konkreten Überblick über die Gesamtheit der behandelten Inhalte und die Abfolge der einzelnen Untersuchungsschritte haben.

Der Umfang der Einleitung richtet sich nach den Arbeitenarten oder nach dem Komplexitätsgrad der wissenschaftlichen Arbeit, wobei der Gesamtumfang der Maßstab ist. Hier sind prozentual zehn Prozent des Gesamttextes als Orientierungswert zu empfehlen. Einleitungen können entsprechend zwischen einer Seite (z. B. bei einer insgesamt zehnseitigen Seminararbeit) oder dreißig Seiten (z. B. bei einer 300-seitigen Doktorarbeit) schwanken. Bei sehr langen Einleitungen empfiehlt sich eine Untergliederung mit Zwischenüberschriften, damit die Funktion der übersichtlichen Hinführung zum Thema noch gewährleistet werden kann.

! Expertentipp: Häufig wird empfohlen, die Einleitung erst nach dem Verfassen des Hauptteils zu formulieren, da erst am Ende der Untersuchungen die nötige Klarheit über das Erreichte vorliege. Hiervon ist unbedingt abzuraten. Formulieren Sie bereits mit Beginn der Schreibphase – am besten stichwortartig – die für Sie relevanten Aspekte zu den drei Kernbestandteilen der Einleitung (siehe oben). Nur so behalten Sie den Überblick über die Entwicklung Ihrer Fragestellung und die im Untersuchungsverlauf erreichten Erkenntnisfortschritte. Überarbeiten Sie nach erfolgter Fertigstellung des Hauptteils Ihre Einleitung erneut und dokumentieren Sie den erzielten Erkenntnisgewinn als Entwicklungsprozess.

2. Hauptteil

Der Hauptteil einer wissenschaftlichen Arbeit ist ihr inhaltliches Zentrum, sowohl in qualitativer wie in quantitativer Hinsicht. Etwa 80 Prozent des Gesamtumfangs der Arbeit (ohne Anlagen und Verzeichnisse) werden vom argumentativen Hauptteil eingenommen.

Im Hauptteil wird die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Untersuchungsthema Schritt für Schritt entfaltet, wobei die einzelnen Teile aufeinander bezogen (etwa mit Überleitungen und Anknüpfungen) und miteinander verknüpft werden, sodass ein selbstständiger Textbereich entsteht. Einleitung und Schlussteil bilden ihrerseits wiederum selbstständige Textteile. Es kommt entsprechend darauf an, im Hauptteil eine maximale argumentative Geschlossenheit zu erreichen.

Kapitel sinnvoll und übersichtlich strukturieren

Die Kunst der überzeugenden und übersichtlichen Strukturierung besteht darin, eine hinreichend komplexe, jedoch nicht überladene Kapitelgliederung zu erzeugen. Es geht um den handhabbaren Kompromiss zwischen Übersicht (Verallgemeinerung) und Vertiefung (Konkretion). Dies ist dann gelungen, wenn die Gliederung der gesamten Arbeit nicht zu wenig, jedoch auch nicht zu viel Gliederungspunkte und Gliederungsebenen aufweist.

Zwar wurde seit der Schule immer wieder die dreifache Gliederung von Hausarbeiten in Einleitung – Hauptteil – Schluss empfohlen. In akademischen Arbeiten sollte man sich jedoch davor hüten, sich von diesem Schema einzwängen zu lassen, denn es gibt Ihnen keine Hilfe bei der Strukturierung Ihres Hauptteils. Einleitung und Fazit bleiben als klammernde Abschnitte jeder Arbeit sinnvoll. Für den Hauptteil sollte dann mindestens eine zwei-, besser eine dreifache thematische Binnengliederung erstellt werden, damit ein Thema hinreichend komplex dargestellt werden kann.

Zur sinnvollen und übersichtlichen Strukturierung der Arbeit gehören auch die quantitativen Aspekte. Hier ist ebenso ein ‚Zuviel' wie ein ‚Zuwenig' an Gliederung zu vermeiden, auf Gleichmäßigkeit in der Gliederungstiefe ist also zu achten. Für Überschriften gilt allerdings ohne Ausnahme das Gebot der Kürze. Kurze und prägnante Überschriften sind nicht nur wichtig, um den Kern des Kapitels auf den Punkt zu bringen und auch dem Leser, der den Text nur ‚überfliegt', einen Überblick zu geben. Die Kurzüberschrift ist auch für die übersichtliche Darstellung im Inhaltsverzeichnis notwendig.

Eine Seminararbeit zu einem fachspezifischen Standardthema ist mit drei Gliederungsebenen beispielsweise ebenso unangemessen gegliedert wie eine Masterarbeit, die lediglich eine Untergliederungsebene pro Kapitel hat oder sich erkennbar an das Prinzip von Einleitung – Hauptteil – Schluss klammert, statt nach den besonderen thematischen Gesichtspunkten der Arbeit zu strukturieren.

Bei der Anlage der Gliederung sind Gesichtspunkte der logischen Abfolge (Gliederungslogik) zu berücksichtigen, damit die Schwerpunkte der Arbeit für den Leser unmittelbar nachvollziehbar sind.

! Expertentipp: Formell gesehen erfordert jede Gliederungsebene grundsätzlich mindestens zwei Unterpunkte (ein Kapitel oder Unterkapitel kann nicht nur aus einer Unterteilung bestehen). Sinnvoll im Sinn der Übersichtlichkeit und Themenstringenz ist es jedoch, auch auf möglichst gleich gewichtete Kapitelgliederung zu achten. Haben Sie beispielsweise Kapitel 1 und 2 Ihrer Arbeit mit jeweils vier Unterkapiteln angelegt, gliedern sie Kapitel 3 nicht in zwei Unterpunkte auf, sondern machen Sie stattdessen gegebenenfalls einen Exkurs und legen Sie das nächste Kapitel wieder mit drei oder vier Unterkapiteln an.

Strukturierung des Hauptteils

Für die Gliederung der Hauptkapitel einer Arbeit gibt es keine Standardempfehlungen. Unabdingbar ist allerdings, die Abfolge der Argumentation entsprechend der Arbeitenart anzulegen.

Für Belegarbeiten im grundständigen Studium kann es ausreichend sein, mit mindestens zwei thematischen Untergliederungen der Hauptfragestellung eine hinreichend differenzierte Themenbehandlung zu erreichen. Das bedeutet bei einer zehnseitigen Seminararbeit, dass für je ein Hauptkapitel etwa vier Seiten Text zur Verfügung stehen sollten.

Vermieden werden sollte eine zu großräumige und wenig untergliederte Strukturierung des Themas ebenso wie eine zu enge Abfolge von Unterkapiteln. Für Arbeiten im Umfang bis 12 Seiten gilt als Standardempfehlung, dass auf einer Seite nicht mehr als zwei Überschriften positioniert werden sollten, um hinreichend Platz für Beschreibung, Argumente und Gegenargumente zu lassen.

Hochschul-Abschlussarbeiten und Qualifikationsarbeiten bis hin zur Habilitation bedürfen komplexer organisierter Themenfächerungen in Kapiteln, Unterkapiteln und Kapiteln der dritten Gliederungsebene. Hier ergibt sich die Argumentfolge üblicherweise aus der leitenden Fragestellung und den konkreten Bezugnahmen auf den jeweiligen Forschungskontext. Die einzelnen Kapitel oder Abschnitte können sich hierbei durchaus über mehrere Seiten erstrecken.

Bei Arbeiten im Umfang ab einer Magisterarbeit sollte der Hauptteil mindestens drei Hauptuntergliederungen enthalten. Dabei sollte jeder einzelne Gliederungspunkt einen erkennbaren Bezug zum roten Faden der Arbeit aufweisen, das heißt, systematische Aspekte der Arbeit in der Struktur widerspiegeln. Folgende Strukturierungsvarianten bzw. Bearbeitungsschritte können für die Gliederung komplexer Themenbearbeitungen, unabhängig von der jeweiligen Arbeitenart, modellhaft in Frage kommen:

Strukturprinzip Funktion und Verwendung Beispielthema

Pro- und Contra-Analyse: These (Argument) – Gegenthese (Gegenargument) – Synthese Sozialwissenschaftliche, geisteswissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche Themenstellungen mit kontroverser Beurteilung Auswirkungen der Einführung des Mindestlohns in kleinen und Mittelständischen Unternehmen (KMU)
Fallstudie: Theoretische Grundlagen – Empirische Untersuchung / Befund (Auswertung) – Ergebnisanwendung Empirische Untersuchungen zur Abschätzung von Theorie-Praxis-Relationen Effekte von Diversity Management in Regelinstitutionen am Beispiel von Arbeitsagenturen
Induktive Analyse: Definition des Untersuchungsziels – Falldarstellung 1 – Falldarstellung 2 – Schlussfolgerung (induktiver Schluss) aus dem Einzelfall auf allgemeine Aussagen sogenanntes heuristisches Vorgehen bei empirischen Untersuchungen, besonders in der qualitativen Sozialforschung, Medizin u. a. Einflüsse der PSARP-Methode auf das Kontinenzverhalten bei Kindern und Jugendlichen
Deduktive Analyse: Allgemeine Ausgangshypothese – Fallbeispiel 1 – Fallbeispiel 2 – Bestätigung oder Widerlegung der Ausgangshypothese (deduktiver Schluss) sogenanntes deduktives Vorgehen bei empirischen Untersuchungen, besonders in der qualitativen Sozialforschung, Medizin u. a. Phonem-Graphem-Beziehungen als sprachliche Norm im Deutschen
Ursache-Wirkungs-Analyse: Wirkung – Ursache 1 – Ursache 2 – Folgerungen für den Kausalzusammenhang Untersuchungsmethode für die Analyse von Kausalzusammenhängen in komplexen Systemen Untersuchung der Einflüsse der deutschen Entwicklungshilfe in Simbabwe auf die Selbstorganisation der politischen Systeme in Südwestafrika
Systematisierung: Themendarstellung in allen Aspekten – Themenvertiefung 1 – Themenvertiefung 2 – Themenvertiefung 3 etc. – Fazit Methodisch-systematische, vollständige Darstellung eines Themenkomplexes (Systematisierung und Kategorisierung) Wissenschaftliches Arbeiten: Arbeitstechniken und Arbeitenarten
Chronologische Darstellungsweise: Ausgangssituation – Abschnitt/Phase 1 – Abschnitt/Phase 2 – Schlussfolgerungen Langzeitraum Untersuchungsmethode für die Darstellung von Entwicklungsverläufen in definierten Zeiträumen Die Entwicklung der Metropolregion FrankfurtRheinMain in der demographischen Analyse (2000-2013)
Begriffsanalyse: Begriffsverständnis in historischer und systematischer Dimension – Der Begriff bei Autor A – Der Begriff bei Autor B – Vergleich und Fazit Geistes- und sozialwissenschaftliche Untersuchungsmethode zur systematischen Begriffsverwendung in historisch variablen Kontexten Zum Kantischen Begriff des ewigen Friedens im politischen Diskurs des Kulturkampfs (1870-80)
Theorievergleich: Vorstellung des Theoriemusters und seine Bedeutung – Theorieansatz 1 – Theorieansatz 2 – systematische Gegenüberstellung Vergleich theoretischer Konzepte (Geltungsreichweite, Vorteile, Nachteile, Einseitigkeiten etc.), vorwiegend in den Geistes- und Sozialwissenschaften Hermeneutik versus poststrukturalistische Interpretationstheorie im Vergleich
3. Schlusskapitel (Fazit)

Der Schlussteil wissenschaftlicher Arbeiten dient grundsätzlich dazu, erreichte Ergebnisse in einer wertenden Zusammenfassung zu rekapitulieren und mit Bezug auf die Leitfragen der Arbeit noch einmal übersichtlich darzustellen. Das Fazit als ‚beantwortendes‘ Gegenstück zur ‚fragenden‘ Einleitung schließt den Argumentationsbogen der Untersuchung und rundet die Arbeit ab. Je nach Arbeitenart kann das Schlusskapitel hierbei unterschiedliche Funktionen erfüllen.

So dient der Schlussteil in den Arbeiten des grundständigen Studiums üblicherweise dazu, die Leitfragen der Einleitung aufzugreifen, die eigenen Untersuchungsergebnisse einzuordnen und auf den roten Faden der Arbeit zu beziehen. Ebenso sollte darauf verwiesen werden, was in der vorliegenden Arbeit aus systematischen oder aus Platzgründen nicht geleistet werden konnte und inwiefern noch offene Enden bestehen. Diesbezüglich hat das Fazit primär eine zusammenfassende Funktion, die zugleich (zusammen mit der Einleitung) den Rahmen um den Hauptteil der Arbeit bildet und die argumentative Geschlossenheit unterstreicht.

Bei komplexeren Arbeitenarten , etwa des konsekutiven Masters (Masterarbeit), bei der Dissertation**** und Habilitation **übernimmt das Schlusskapitel nicht nur die systematische Rekapitulation der gewonnenen Untersuchungsergebnisse. Vielmehr wird der in der Arbeit erreichte Erkenntnisstand im Sinn einer Schlussperspektive auf mögliche weitere, in der Arbeit selbst nicht thematisch behandelte, Anwendungsfelder bezogen. Die erreichten Forschungsergebnisse sollten dabei in der Forschungslandschaft kontextualisiert und der spezifischen Beitrag der eigenen Arbeit im Forschungsfeld versuchsweise ausgewiesen werden. Der Schluss im Sinn von Schlussfolgerung ****verklammert also die Einzelaspekte von Einleitung und Hauptteil und weist zugleich über den erreichten Stand perspektivisch hinaus.**

Die Länge des Schlussteils ist ebenso von den Arbeitenarten abhängig. Sie sollte in etwa dem Umfang der jeweiligen Einleitung entsprechen und kann etwa zwischen einer und maximal zwanzig Seiten schwanken.

! Expertentipp: Achten Sie genau auf die qualitativen Anforderungen der jeweiligen Arbeitenart. Sie können mit dem Fazit Ihrer Arbeit in einer Master Thesis punkten, wenn Sie hierbei die Anschlussfähigkeit Ihrer Ergebnisse für weitere Fragestellungen skizzieren und deren Relevanz für weitere Bereiche unter Beweis stellen. Wenn Sie hingegen in einer Seminararbeit mit 15 Seiten Umfang das Fazit dazu benutzen, neue Gesichtspunkte und Perspektiven einzuführen, laufen Sie Gefahr, dem Gutachter Angriffspunkte oder gar Lücken Ihrer Arbeit vorzuführen. Achten Sie in beiden Fällen darauf, dass die argumentative Geschlossenheit Ihrer Arbeit nicht gefährdet wird.

e. Die Schritte im Schreibprozess

Von der richtigen Organisation des Schreibprozesses hängt nicht nur die ab, wie effizient und arbeitsökonomisch sich das Verfassen der Arbeit gestaltet und wie viel Zeit hierbei investiert wird. Auch das Zusammenspiel der einzelnen Bearbeitungsschritte und Phasen der Ausarbeitung wird von der bewussten Zuordnung der einzelnen Tätigkeiten des Schreibens beeinflusst. Ein naturwüchsiges Experimentieren ist hier wenig empfehlenswert, denn es kostet definitiv mehr Zeit und birgt die Gefahr, dass man den Blick für die Grenzen einzelner Phasen und Schritte verliert und sich ‚verläuft‘.

Gleichzeitig trifft zu, dass das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten kein linearer Prozess ist. In der überwiegenden Mehrheit verfassen Studierende ihre Arbeiten als work in progress, bei dem scheinbar ‚bereits fertige' Prozesse als erneute Zwischenschritte wiederkehren und dementsprechend neue Bearbeitungsstufen erzwingen – gelegentlich bis hin zum Verwerfen ganzer Passagen. Faktisch ist das kein Grund zur Beunruhigung, im Gegenteil. Diese etappenartige und ‚schlaufenartige' Form im Bearbeitungsprozess spiegelt den gewachsenen Kenntnisstand und Komplexitätsgrad der Arbeit wider und zeigt somit ein gestiegenes Qualitätslevel an.

1. Das Zeitmanagement

Grundsätzlich lassen sich beim Zeitmanagement wissenschaftlichen Arbeitens zwei Modelle unterscheiden. Je nach Umfang, Arbeitsaufwand (theoretische oder empirische Arbeit) und Komplexitätsgrad kann ein unterschiedlich breit abgestufter Bearbeitungszeitplan für den Arbeitsprozess zugrunde gelegt werden.

Für sämtliche im grundständigen Studium angefertigten Arbeiten lässt sich der Arbeitsplan sinnvoll in ein Drei-Phasen-Modell gliedern, bestehend aus


– Einarbeitungsphase
– Umsetzungsphase
– Kontrollphase

Vgl. die Mustervorlage für einen Bearbeitungszeitplan (Hausarbeit / Bachelorarbeit) – [Anlage]

Dieses Zeitplanmodell sollte bei Studienabschlussarbeiten**** mit geplanter ****mehrmonatiger Bearbeitungszeit weiter untergliedert werden. Zum einen, damit sich den einzelnen Bearbeitungsphasen auch noch sinnvolle konkrete Bearbeitungstermine zuordnen lassen; zum anderen, weil sich Veränderungen (Korrekturen) in komplexeren Arbeiten immer auf den gesamten Text und die Gliederung auswirken können und erhöhter Korrektur- und Kontrollaufwand notwendig wird.

Empfehlenswert für Arbeiten auf dem Niveau der Masterthesis ist entsprechend ein Fünf-Phasen-Modell , bestehend aus


– Einarbeitungsphase
– Auswertungsphase
– Umsetzungsphase
– Schlussphase I (Revision)
– Schlussphase II (Kontrolle)

Vgl. die Mustervorlage für einen Bearbeitungszeitplan (Master Thesis) – [Anlage]

Die Schritte im Arbeitsprozess festlegen

Gleich das Wichtigste vorab: Für wissenschaftliche Hausarbeiten empfiehlt es sich keinesfalls, auf das vielfach hilfreiche ‚Learning bei doing' zu setzen. Obwohl es viele Etappen im Schreibprozess jeder wissenschaftlichen Arbeit gibt, bei denen zunächst offene Enden bestimmend sind, birgt das Vertrauen auf Automatismen in der Bearbeitung viele Gefahren. Die wichtigste Gefahr besteht im Verlust der Effektivität und der entsprechend längeren Bearbeitungsdauer. Das sollte ein Grund mehr sein, die Zeit gleich zu Beginn in einen möglichst detaillierten Arbeitsplan mit einzelnen Schrittfolgen zu investieren.

Phase 1: Themenwahl und -fokussierung

Am Anfang der Bearbeitung solle die Definition des Themas stehen. Dieser Schritt erfolgt zwar als Entscheidung im Kopf bzw. am Schreibtisch. Er führt jedoch nur über eine erste Sichtung der Fachliteratur. Die Themendefinition setzt somit Literaturbeschaffung und Themenerschließung voraus.

Phase 2: Methodische und systematische Literaturauswertung

Schritt 2 baut auf dem ersten auf bzw. profitiert von den Vorarbeiten. Hier geht es darum, die Fragestellung möglichst klar einzugrenzen und aus der allgemeinen Themenstellung ein spezifisches Problem bzw. die leitende Fragestellung abzuleiten. Hierzu ist die genauere Auswertung der Fachliteratur notwendig.

Phase 3: Festlegung der Hauptgliederungspunkte

In dieser finalen Bearbeitungsphase für das Thema kommt es darauf an, die Vorarbeiten der Literaturrecherche in die konkreten Gliederungspunkte der Arbeit zu überführen. Der ‚rote Faden' sollte in den Hauptgliederungsunkten in seiner Abfolge erkennbar sein und die gewählte Themenentwicklung widerspiegeln.

2. Themenwahl und Problemdefinition

Am Anfang der Auseinandersetzung mit einem möglichen Thema sollte geklärt werden, wie viel Freiheit bei der Themenwahl zulässig ist. Hier hilft entweder der Blick in die Prüfungsordnung des Fachs oder noch besser das persönliche Gespräch beim Betreuer bzw. Gutachter der Arbeit.

Ist die Wahl frei, kann die sprichwörtliche Qual der Wahl viel Arbeitszeit kosten, sofern man grundlegende Fehler nicht gezielt vermeidet. Eine gut begründete, strategisch günstige und konkrete Fragestellung ist daher das A und O einer guten wissenschaftlichen Hausarbeit. Durch diese lässt sich letztlich nicht nur der Gutachter (Prüfer) überzeugen. Sie ist auch das Fundament der wissenschaftlichen Arbeit, denn sie erleichtert und strukturiert den Bearbeitungsprozess. Es befördert daher das effiziente Arbeiten, wenn man für das Auffinden der Fragestellung und die Definition des Problems besonders viel Sorgfalt verwendet.

Die Kernfrage bleibt allerdings: Was zeichnet eine gute Fragestellung aus? Fachlich gesehen sollte die Fragestellung darauf zielen, Neues herauszufinden oder Bekanntes unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Die gute Fragestellung grenzt das Thema gezielt ein, ohne den Fragehorizont von vornherein einzuschränken. Sie sollte also weder zu weit noch zu eng gefasst sein.

Ausgehend vom Forschungsstand und bezogen auf das selbst verwendete Forschungsmaterial wird mit der Fragestellung (z. B. im Einleitungsteil der Arbeit oder im Exposé) das Kernanliegen der Arbeit formuliert. Auf diese Weise hilft sie beim Suchen, Ordnen und Auswerten. Sie zentriert den Untersuchungsrahmen und zeigt, wohin der Weg führen soll.

Durch die richtige Fragestellung kann nicht nur der vertretbare Aufwand realistisch abgeschätzt und somit in Grenzen gehalten werden. Neben dem fachlichen Aspekt gibt es bei der Themenwahl immer auch einen psychologischen. Genauso wichtig wie die fachliche saubere Themenwahl und ihre Einordnung in die dazugehörigen Kontexte ist das persönliche Verhältnis zum Thema. Liegt mir das Thema und werde ich gut mit der Bewältigung der einzelnen Untersuchungsschritte zurechtkommen? Kann ich mich für das Thema begeistern? Habe ich schon länger einen Bezug zum Thema und seinen Unterfragestellungen? Es ist von großem Vorteil, wenn man diese Fragen mit Ja beantworten kann. Das gilt insbesondere dann, wenn die Arbeiten umfangreich sind bzw. absehbar ist, dass man sechs Monate, zwei oder noch mehr Jahre in den erfolgreichen Abschluss der Arbeit investieren muss.

3. Überarbeitung und Korrektur

Was für populärwissenschaftliche Texte, journalistische Artikel oder selbst private Verwendungsbereiche gilt, trifft auf den akademischen Bereich der Textproduktion erst recht zu: Wissenschaftliche Arbeiten benötigen den Überarbeitungs- und Korrekturprozess, und das nach Möglichkeit konsequent und mehrfach wiederholt. Das Vertrauen darauf, ‚auf Anhieb‘ eine korrekte Arbeit abzuliefern, ist jedenfalls selbst für Studierende im fortgeschrittenen Studienverlauf unangebracht. Mit einer solchen Einstellung verspielt man die Chance auf eine sehr gute Bewertung mit Sicherheit bereits im Ansatz. Daher sollte ein möglichst professionelles Prüf- und Korrekturmanagement das Bauchgefühl für die eigene Arbeit ersetzen. Ein entsprechender Zeitpuffer von einem bis mehreren Tagen ist hierfür im Zeitplan der Arbeit von Anfang an mit einzuberechnen!

Der Korrekturprozess, der in die Endredaktion der wissenschaftlichen Arbeit mündet, muss auf inhaltlicher und formaler (gestalterischer) Ebene stattfinden. Er sollte die Gesamtheit der Arbeit einbeziehen ebenso wie die Detailprüfung von einzelnen Kapiteln und Kapitelfolgen über die Absätze und einzelnen Sätze bis hin zur Wortwahl.

Überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden sollte die Arbeit auf

inhaltlicher**** Ebene mit Bezugauf:


– inhaltliche Geschlossenheit (erkennbare Leitfragestellung; textlogische Überleitungen zwischen den Teilen; Stimmigkeit des Fazits)
– inhaltliche Widerspruchsfreiheit (begründete Behauptungen; Widerspruchsfreiheit in den zentralen Argumenten)

Überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden sollte die Arbeit auf Ebene der sprachlichen Form und Gestaltung mit Bezug auf:

  • gute Lesbarkeit (stilistische Aspekte von Wortwahl, Satzlänge u. a.)
  • korrekte Schreibweisen (Gliederung, Text, Anmerkungen, Anlagen)
  • korrekte Formatierung (Überschriften, Seitenzählung, Umbrüche, Leerzeichen)
  • korrekte Zitierweisen (Vollständigkeit der verwendeten Quellen, Ausgliederung nicht verwendeter Quellen, Einheitlichkeit von Zitierweise und Bibliografie)
  • Vollständigkeit (einschließlich Titelblatt, Anhängen, Plagiatserklärung)

Bündeln Sie sicherheitshalber alle möglichen Aspekte der Prüfung Ihrer Arbeit durch eine individuelle Checkliste. Ein Beispiel hierfür finden Sie im Anhang.4

! Expertentipp: Heben Sie sich die Checkliste für Ihre Arbeit als Ganzes nicht für die Phase der Schlussredaktion auf und drucken Sie sich ein Korrekturexemplar in jedem Fall vollständig auf Papier aus. Sie werden staunen, wie viele am Bildschirm unbemerkte Fehler bzw. Feinheiten Sie entdecken werden.

4. Kontrolle und Schlussredaktion

Sobald der Überarbeitungs- und Korrekturprozess von Autorenseite abgeschlossen ist, beginnt die letzte Durchsicht der wissenschaftlichen Arbeit, die sich aus finaler Kontrolle und Schlussredaktion zusammensetzt. Der Umfang dieser abschließenden Feinarbeiten am Produkt schwankt zwar zwischen den einzelnen Arbeitenarten, sollte jedoch auch bei kleineren Formaten wissenschaftlicher Arbeiten nicht unterschätzt werden.

Allerdings: Im Unterschied zur vorhergehenden Redaktionsphase stehen jetzt zum einen ‚nur noch' die formalen Aspekte im Fokus. Zum anderen kann es zu den beglückenden Momenten gehören, wenn die Schlussphase ohne zeitlichen Druck abläuft und noch an der ein oder anderen ‚Ecke gefeilt' werden kann.

Hierzu gehört beispielsweise die Kontrolle des Probeausdrucks auf Papier mit Blick auf die korrekten Seitenumbrüche (keine Kapitelanfänge am Seitenende, kein Kapitelende mit einer oder zwei Zeilen).

Der wichtigste Unterschied zu den vorangegangenen Arbeitsphasen besteht in der Schlussredaktion allerdings darin, dass die Arbeit nun aus externer Perspektive, das heißt unter Hinzuziehung von Dritten, begutachtet wird.

Finale Kontrolle: Vier-Augen-Prinzip

So sorgfältig eine wissenschaftliche Arbeit auch vom Verfasser ausgearbeitet und verfasst, formatiert und ediert wurde: Ohne das Gegenlesen – die Prüfung durch Dritte – sollte sie in keinem Fall abgegeben werden. Die Einbeziehung des Blicks externer Leser, das heißt die Kontrolle durch das Vier-Augen-Prinzip ,gehört zu den wichtigsten Phasen des Korrekturprozesses wissenschaftlicher Arbeiten und sollte keinesfalls mangels Gelegenheit (z. B. wenn aktuell kein Kommilitone verfügbar ist) ausgespart werden.

Erst dieses Kontrollverfahren ermöglicht es, Fehler, Unstimmigkeiten oder jene vielzitierten ‚blinden Flecken' zu entdecken, die dem Verfasser möglicherweise noch beim x-ten Korrekturdurchlauf aufgrund von ‚Betriebsblindheit' gegenüber dem eigenen Text entgangen wären. Die Kontrolle durch das Gegenlesen von einer oder mehreren Personen des Vertrauens (neben Kommilitonen oder Freunden können das auch am Thema interessierte Laien sein) sollte daher obligatorischer Bestandteil der finalen Bearbeitungsphase jeder wissenschaftlichen Arbeit sein. Auch hierfür ist wieder ein entsprechender Zeitpuffer von einem bis mehreren Tagen einzuplanen, da die unmittelbare Verfügbarkeit der angesprochenen Personen in der Regel nicht vorausgesetzt werden kann.

Muss es sehr schnell und soll es besonders professionell gehen, empfiehlt sich in jedem Fall, sowohl für die Kontrolle inhaltlicher wie formaler Aspekte der Arbeit fachliche Dienstleistungen (Lektoren und Korrektoren) in Anspruch zu nehmen.

! Expertentipp: Investieren Sie zwischen der Fertigstellung Ihrer Arbeit und dem finalen Korrekturprozess möglichst einige Tage bis eine Woche Abstand. Tatsächlich werden erst nach diesem Zeitraum Flüchtigkeitsfehler sowie mögliche konzeptionelle Ungereimtheiten für Sie selbst als Autor sichtbar. Das heißt, Sie können mit diesem Abstand als Ihr eigener Kritiker bzw. Gutachter fungieren. Das erspart nicht die Kontrolle durch Dritte, ermöglicht jedoch neue Einsichten für den eigenen Text und gibt ein Gefühl der Sicherheit und Kontrolle, das psychologisch für den Abschluss der Arbeit enorm wichtig sein kann.

f. Die wissenschaftlichen Arbeitenarten: Anforderungen und Profile

1. Hausarbeit und Seminararbeit

Wissenschaftliche Hausarbeiten und Seminararbeiten gehören zu den im grundständigen Studium am häufigsten verlangten wissenschaftlichen Arbeitenarten. Sie verlangen das Beherrschen von Grundformen des wissenschaftlichen Arbeitens und formalen Darstellens. Auf dem hier unter Beweis gestellten Grundschema aufbauend, lassen sich auch komplexere und umfangreichere Textarten bis hin zur Dissertation bewältigen. Obwohl sie mit ihren ca. 12 bis 20 Textseiten zu den eher kleineren und kürzeren akademischen Arbeitenarten gehören, verlangen Hausarbeit und Seminararbeit in inhaltlicher wie formaler Hinsicht dieselbe Sorgfalt wie die größeren Formen wissenschaftlicher Arbeiten.

Bezüglich der Anforderungen, Funktionen und des Schwierigkeitsgrads sind beide Textarten eng miteinander verwandt. Hausarbeit und Seminararbeit stellen in der Regel die ersten Bewährungsproben für das wissenschaftliche Arbeiten und Schreiben im grundständigen Studium der Bachelorstudiengänge dar. Häufig sind sie die schriftlichen Facharbeiten, die auf im Seminar oder Kurs gehaltenen Referaten und deren Ergebnissen basieren. Diese Struktur sollte sich auch in der Anlage des Themas und der Ausgestaltung der Kapitel widerspiegeln.

Für Hausarbeit und Seminararbeit gilt als inhaltliche Grundforderung: Beide Arbeitenarten müssen sich als wissenschaftliche Texte legitimieren können. Das bedeutet im Kern, dass sie eine eigenständige Auseinandersetzung mit einem Thema in wissenschaftlicher Darstellungsform bieten müssen. Problemorientierte Beiträge zur Forschung werden in Hausarbeit und Seminararbeit nicht zwingend erwartet. Selbstständiges Argumentieren und Kommentieren von Ergebnissen ist allerdings fächerübergreifend obligatorisch.

Die in Hausarbeit und Seminararbeit gewonnenen Ergebnisse sollten den Forschungsstand für das ausgewählte Themengebiet aufarbeiten und beschreiben. Als wissenschaftliche Untersuchungen sollten sie zugleich zeigen, inwiefern sie die wissenschaftliche Forschung ergänzen bzw. weiterführen. Stringente Themenbearbeitung , logisch überzeugende Gliederung und sorgfältig beachtete Formatierungsregeln sind die Grundforderungen für Arbeitenarten dieses Typus.

Die fachlichen Anforderungen an die Hausarbeit und Seminararbeit sind in der Regel so gehalten, dass sie im Kontext der im Seminar behandelten Inhalte gut zu bewältigen sind. In der wissenschaftlichen Hausarbeit und in der Seminararbeit sollen Studierende hauptsächlich zeigen, dass sie

  • ein selbstgewähltes oder vom Lehrenden vorgegebenes, in jedem Fall gemeinsam vereinbartes Thema selbstständig und problemorientiert behandeln und darstellen können
  • Vertrautheit im Umgang mit wissenschaftlichen Theorien und dem Forschungsstand unter Beweis stellen
  • die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens beherrschen.

Inhaltliche Originalität als intellektuelle Eigenleistung bei der Ausformulierung und Umsetzung eines Themas gehört also durchaus zu den Kernanforderungen an Haus- und Seminararbeiten, steht jedoch nicht im Zentrum. Gutachter dieser Arbeitenarten sind üblicherweise (gegebenenfalls akribisch!) fokussiert auf:

  • die korrekte Einhaltung der Formvorgaben

  • den richtigen Umgang mit Begriffen (Begriffe sind zu definieren)

  • die akkurate Verwendung von Quellen und Zitaten

  • die klare Struktur und verständliche Sprache.

Da der Komplexitätsgrad von Seminar- und Studienarbeiten nicht mit demjenigen einer Master- oder Diplomarbeit zu vergleichen ist, orientiert sich auch die Gliederung an Übersichtlichkeit. Für den Gutachter sollten also die stringente und sorgfältige Themenbearbeitung und die argumentationslogische Gliederung unmittelbar erkennbar sein bzw. im Vordergrund stehen.

Orientieren Sie sich diesbezüglich an den Ausführungen in Teil 2, Abschnitt c!

2. Bachelorarbeit (Bachelor Thesis)

Die Anforderungen der Bachelorarbeit. Bearbeitungszeit, Umfang und Betreuergespräch

Bei der Bachelorarbeit (Bachelor Thesis) handelt es sich um eine studienbegleitende Prüfungsleistung. Mit ihr wird der Nachweis für die Fähigkeit zum eigenständigen Verfassen einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit erbracht und der akademische Grad des Bachelors erworben. Entsprechend hoch sind die Anforderungen für die wissenschaftliche Arbeit, die Bachelor Thesis.

Inhaltlich und konzeptionell liegt der Fokus der Bachelorarbeit nicht nur auf der Eigenständigkeit bzw. Originalität der Fragestellung. Gutachter erwarten auch, dass hier ein Thema umfang- und aspektreich, vor allem aber systematisch und methodisch abgehandelt wird. Ebenso wird erwartet, dass der eigene Untersuchungsansatz durch Bezug auf den aktuellen Forschungsstand begründet ist und vorhandene Forschungsergebnisse kritisch aufgenommen werden (eine Bachelorarbeit sollte keinesfalls hinter einen bereits erreichten Forschungsstand ‚zurückfallen‘).

Dem dient in erster Linie die gegenüber der einfachen Hausarbeit großzügige Bearbeitungszeit. Die Bearbeitungszeit für die Bachelorarbeit beträgt je nach Hochschule regulär zwischen zwei und vier Monaten, der Umfang kann zwischen 25 und 60 Seiten differieren. Das bedeutet, dass die Auseinandersetzung mit der Problemstellung möglichst auch die Kontexte berücksichtigen sollte, also insgesamt vielschichtiger und breiter verlaufen muss, sodass sich die vertiefte Auseinandersetzung mit fachlichen Inhalten auf jeder Ebene der Arbeit widerspiegelt. Für die Anlage der Arbeit ist daher das Dreierschema von Einleitung, Hauptteil und Schluss nur bedingt empfehlenswert. Hier ist vielmehr permanent an der Abstimmung zwischen (mehreren) Hauptkapiteln und Unterkapiteln zu ‚feilen'.

Stärker noch als bei der Seminararbeit oder Hausarbeit hängt das Gelingen der Bachelorarbeit entscheidend von der präzisen Definition des Themas bzw. Problemgegenstands und der Abstimmung mit dem Betreuer der Arbeit ab. Das Thema sollte zum einen den persönlichen Interessen entsprechen, die gegebenenfalls schon auf den anschließenden Master und die dazugehörigen Schwerpunktsetzungen ausgerichtet sein sollten. Zum anderen ist es prinzipiell sinnvoll, auch den fachlichen Fokus des Betreuers zu berücksichtigen. Grundsätzlich ist daher neben der eigenen fachlichen Vorarbeit (Recherche der Fachliteratur u. a.) die Konsultation des Betreuers bereits in der Konzeptionsphase zu empfehlen. Dieser muss dem Thema der Arbeit zustimmen und sollte auch Hinweise zur Methodik und einschlägigen Fachliteratur geben.

Das Zeitmanagement der Bachelorarbeit

Ein weiterer unverzichtbarer Planungsschritt für die Abschlussarbeit des Bachelorstudiums ist das Zeitmanagement. Hier ist von den Vorgaben der jeweiligen Studien- und Prüfungsvorgaben auszugehen und der zeitliche Rahmen für den vorgegebenen Bearbeitungszeitraum zugrunde zu legen. Im Gegensatz zu den weniger umfangreichen Studienarbeiten erfordert die Bachelorarbeit nicht nur einen erhöhten Korrekturaufwand, sondern üblicherweise auch die wiederholte Abstimmung mit dem Betreuer und daraus folgende Änderungen.

Daher muss das Augenmerk zu Beginn der Arbeit in einem möglichst detaillierten und realistischen Zeitplan bestehen. Dieser sollte Zwischentermine für jede einzelne Phase der Bearbeitung enthalten, um z. B. das Ausufern der Themenstellung (‚Verzettelung') zu verhindern. Ebenso sollten in ihm auch Pufferzeiten reserviert sein, zum Beispiel, um auf plötzliche Änderungen im Untersuchungsprozess reagieren zu können. Schließlich ist die eingeplante Zeit für die Fertigstellung der Bachelorarbeit mit den anderen Erfordernissen des Studiums abzustimmen, wozu neben Prüfungen oder privaten Verpflichtungen auch Regenerationsphasen oder das Einkalkulieren von Abwesenheit oder Krankheit gehören.

Literaturrecherche

Anders als die Seminararbeit lässt sich die Bearbeitung der Bachelor Thesis nicht mehr mit einer Handvoll Literaturquellen bestreiten. Die dem Thema angemessene Problembehandlung einer Arbeit auf diesem Anforderungsniveau kann grundsätzlich nur mit einer breit angelegten Literaturrecherche bestritten werden. Dazu ist es nötig, die geeignete Literatur in möglichst breiter Auswahl ausfindig zu machen. Hierzu zählen neben den Online-Datenbanken der örtlichen Bibliotheken vor allem Beiträge aus Fachzeitschriften, Fach-Datenbanken und themenspezifische Literaturverzeichnisse.

Auch bei der Literaturrecherche für die Bachelorarbeit ist die Gefahr des ‚Verzettelns' gegeben: Es gilt, die Balance zwischen allgemeinen Grundlagenwerken einerseits und spezialisierten Problembehandlungen andererseits zu finden. Die allgemeinen Grundlagenwerke sind wichtig für die Einbettung der Arbeit in den Kontext der speziellen Fragestellung. Dagegen hilft die Literatur aus spezialisierten Problembehandlungen (z. B. Artikel aus Fachzeitschriften), das Thema der Arbeit effizient über die aktuellen einschlägigen Quellen aufzubereiten. Beide Zugangsweisen sollten sich schon in der ersten Recherchephase ergänzen.

Wichtig ist, die unterschiedlichen Quellen im Literaturverzeichnis korrekt wiederzugeben und zugleich die Breite des gewählten Themenzugangs repräsentativ abzubilden. So kann der Gutachter sich ein präzises Bild vom Anspruchsprofil der Arbeit machen.

Formale Regeln

Für die Bachelorarbeit gelten im Grundsatz die gleichen Anforderungen wie für die Hausarbeit und Seminararbeit. So ist auch hier alternativ entweder die ausführliche Zitierweise mit Fußnoten oder die Kurzzitation (Harvard-Methode) –im gesamten Text stets einheitlich zu verwenden – zulässig.

Alle weiteren Formalia entsprechen den Vorgaben, wie sie auch für Hausarbeit und Seminararbeit gelten. Von Bedeutung ist allerdings die korrekte Verwendung des Titelblatts. Hier sind unbedingt die Vorgaben der Prüfungsordnung aus dem Fachbereich einzuhalten bzw. die entsprechenden Formblätter zu verwenden.

3. Masterarbeit (Master Thesis), Diplomarbeit und Magisterarbeit

Anforderungen an die Forschungsleistung

Mit der Masterarbeit (Master Thesis) wird die höchste Stufe im Masterstudiengang erreicht. Diplomarbeit und die (im Bologna-Studienmodell auslaufende) Magisterarbeit stellen analoge Formen von wissenschaftlichen Abschlussarbeiten dar. Teilweise mehrjährige Auseinandersetzungen mit dem thematischen Gegenstand der Arbeit sind hier jeweils die Voraussetzung dafür, dass eine anspruchsvolle Themenstellung in der vorgegebenen Bearbeitungsfrist fachgerecht bearbeitet und dargestellt werden kann. Es ist also strategisch sinnvoll, bereits einige Wochen oder Monate im Vorfeld der Planung und vor dem Abschluss der übrigen erforderlichen Studienleistungen die Masterarbeit, Diplomarbeit oder Magisterarbeit thematisch einzugrenzen und gegebenenfalls mit dem ausgewählten Betreuer vorzubesprechen. Sofern es die Master-Prüfungsordnung erlaubt, ist auch die studienbegleitende Anfertigung der Arbeit eine sinnvolle Option zur frist- und qualitätsgerechten Fertigstellung.

Die Anforderungen an die Master Thesis schließen in formaler Hinsicht an die Kriterien der Bachelorarbeit (Bachelor Thesis) an. Aufgrund des erhöhten Umfangs von 60 bis 100 Seiten und der relativ langen regulären Bearbeitungsdauer von üblicherweise sechs Monaten ergeben sich allerdings neue Herausforderungen für das wissenschaftliche Schreiben. Das betrifft insbesondere die inhaltlichen Anforderungen.

Für die Masterarbeit gilt grundsätzlich die Forderung eines erkennbar eigenständigen Forschungsbeitrags für ein klar definiertes fachliches Problemfeld. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die Arbeit (wie in der Dissertation) einen neuen Beitrag zur Forschung liefern muss. Es wird allerdings gemäß der meisten Master-Prüfungsordnungen erwartet, dass die Master Thesis in allen Teilen eigene kritische Positionierungen zum vorliegenden Forschungsstand aufweist. Ein Fehlen dieses Basiskriteriums der wissenschaftlichen Eigenleistung wird mit Sicherheit zu einer schlechteren Bewertung der Arbeit führen.

Grundprinzipien für die Gliederung

Das Anfertigen einer Masterarbeit setzt voraus, dass das fachliche Problemfeld in der Vielfalt der Forschungsbezüge erfasst und dargestellt wird. Diese Vielschichtigkeit für den Problemzugang und seine methodische Absicherung in der Durchführung müssen sich für Bearbeiter und Gutachter in der Gliederung erkennbar widerspiegeln. Sie soll dem Problemgegenstand angemessen komplex sein, gleichzeitig Übersichtlichkeit über die Hauptgesichtspunkte der Untersuchung gewähren.

Das bedeutet, dass in der Grobgliederung der ‚rote Faden' klar erkennbar ist. Hierzu dient die Aufteilung in die Hauptkapitel mit den dazugehörigen Unterkapiteln, wobei in der ersten Arbeitsfassung direkt die Referenzquellen (Untersuchungsmaterialien, Autoren etc.) zur besseren Erstorientierung im Material mit benannt werden sollten. In der ersten Bearbeitungsphase kommt es darauf an, das Schreiben als vorläufigen Prozess zu betrachten, in dem es zunächst um das Sammeln von Material zu einem spezifischen Gliederungspunkt geht. Um Schreibblockaden in Anbetracht der Größe des Projekts von Anfang an zu unterbinden, bieten sich folgende Verfahren an:

  • Gliederung der Hauptkapitel in klar definierte, das heißt voneinander abgegrenzte Unterkapitel
  • konkrete Auffüllung dieser Unterkapitel mit Referenzautoren und -materialien
  • Festhalten wichtiger Gesichtspunkte auch in vorläufigen Formulierungen
  • Vermeiden von sprachlichen Ausformulierungen (sprachlicher Feinschliff)
  • Vermeiden von Übergangsformulierungen für die einzelnen Kapitel (erst zum Schluss der Arbeit)
  • Vermeiden von vollständigen Klärungsbemühungen, stattdessen Vertrauen auf den prozesshaften, mehrfach korrigierenden Arbeitsprozess

Mit dieser Aufteilung des Arbeitsprozesses in einen materialbetonten Herstellungsvorgang und einen späteren, auf Feinschliff und guten wissenschaftlichen Stil ausgerichteten Fertigstellungsprozess, lässt sich viel Effizienz in der Bearbeitung erreichen.

ANLAGEN

Nützliche Muster und Textbausteine für die Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten

I Formulierungsbausteine für wissenschaftliche Arbeiten

– für den Gliederungsteil Einleitung

  • In der vorliegenden Arbeit geht es um …
  • Die vorliegende Arbeit setzt sich mit […] auseinander.
  • Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit …
  • Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist …
  • Zugrunde gelegt werden …
  • Der erste Teil widmet sich […] der terminologischen Klärung.
  • Vor diesem Hintergrund ist analytisch zu klären / zu fragen, …
  • Im Fokus des dritten Kapitels steht …
  • Die Analyse beschränkt sich dabei auf …
  • Im Anschluss an die Untersuchungsergebnisse von Kapitel […] wird im zweiten Teil diskutiert, …
  • Ein Fazit und ein kurzer Ausblick auf […] beschließen die Arbeit.
  • Auf […] kann im Rahmen dieser Arbeit nicht / nur am Rande eingegangen werden.
  • […] ist gegenwärtig ein umstrittenes Thema.
  • […] stellt nach wie vor ein Desiderat der Forschung dar.
  • Basis der Überlegungen sind die Theorien / Ansätze von …
  • Die Arbeit gliedert sich in folgende Teile:

– für die Themenformulierung

  • Die Arbeit befasst sich mit …
  • in der vorliegenden Arbeit geht es darum, …
  • Die zentrale Themenstellung der Arbeit ist…
  • Die Arbeit widmet sich …
  • Im Zentrum der Untersuchungen steht …
  • Aus thematischen Gründen erfolgt in den genannten Kapiteln eine Beschränkung auf …
  • Im vorliegenden Abschnitt wird thematisiert, …
  • Die Untersuchung versucht zu beweisen, …
  • Diskutiert werden soll, ob, …
  • Ziel der Arbeit ist es aufzeigen / zu erörtern / zu erläutern / zu analysieren / zu beschreiben, …

– für die Auswahl der verwendeten Methoden

  • Die Arbeit variiert den methodischen Ansatz von …
  • Die Arbeit greift auf den Methodenansatz von […] zurück.
  • Die Arbeit lehnt sich methodisch an […] an …
  • Zugrunde gelegt wird das Verfahren von …
  • in Anlehnung an das Methodenmodell von […] stützt sich die vorliegende Arbeit auf …

    – für Untersuchungshypothesen und Leitfragen

  • Leithypothese (Untersuchungshypothese) der Arbeit ist …

  • Die vorliegende Untersuchung geht von der These aus, …
  • Die grundlegende These der Arbeit lautet:
  • Leitende Fragestellung ist, …
  • Leitfrage der Untersuchung ist, …
  • Folgende Leitfragen sollen verfolgt werden:
  • Im Zentrum des Untersuchungsinteresses steht die Frage nach …

Für die Argumentation

  • im Vordergrund stehen …
  • weiterhin / des Weiteren …
  • Im Folgenden soll …
  • Dieses Problem soll im Folgenden erläutert werden …
  • Es ist sinnvoll, mit … zu beginnen …
  • Ein weiteres Grundmerkmal besteht in …
  • Diesbezüglich lässt sich ohne Weiteres zu der Überzeugung kommen, […]
  • Ein weiterer, kontrovers diskutierter Sachverhalt …
  • Das hierbei zum Ausdruck kommende Problem betrifft […]
  • Diesbezüglich ist in Betracht zu ziehen, …
  • Dazu steht im Widerspruch …
  • Dem widerspricht …
  • Dem steht entgegen, dass …
  • Kritisch zu hinterfragen bleibt …
  • Offensichtlich ist bislang nicht gesehen worden, dass …
  • Diese Argumentation überzeugt nur teilweise, denn …
  • Gegen die These von N.N: spricht …
  • Eine Behauptung, die sich entkräften lässt, …
  • Der Ansicht von N.N. lässt sich entgegenhalten, dass …

– für Schlussfolgerungen

  • Daraus lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass ….
  • Daraus lassen sich folgende Schlussfolgerung ziehen:
  • Zuerst, dann, außerdem, schließlich
  • Aus diesen Befunden ist zu schließen: …
  • Daraus kann man / lässt sich ableiten, dass …
  • Daraus kann man folgern / schließen, dass ….
  • Man kann also zum Schluss kommen, dass ….
  • Das hat zur Folge, dass …

– für die Kennzeichnung abweichender Standpunkte

  • Nach wie vor umstritten ist …
  • Zwar gilt die These x als fundiert, jedoch regen sich Zweifel.
  • Diese Fragen werden kontrovers diskutiert.
  • Dazu werden kontroverse / unterschiedliche Standpunkte / Auffassungen / Ansichten vertreten.
  • Während eine Mehrzahl der Forscher der Auffassung ist …,
  • Andere Forschungsansichten zielen darauf ab, dass …
  • Fraglos gilt …
  • Es ist unbestritten, dass …
  • Es steht außer Zweifel, dass …
  • Zweifellos …
  • Es ist ohne Frage, dass …
  • Widersprüchlich Auffassung herrschen in diesem Punkt nicht.
  • Allerdings ist noch nicht restlos geklärt, …

– Ausdruck von Gewissheit

  • Mit diesen Befunden steht zweifelsfrei fest, dass …
  • Hiermit kann es als gesichert angesehen werden, dass …
  • Es lässt sich anhand zahlreicher neuer Untersuchungsergebnisse belegen …
  • Unstrittig ist …
  • Unbestritten ist …
  • Eindeutig belegt ist damit …

– Ausdruck von Kritik

  • Es lässt sich bezweifeln …
  • Wenig überzeugend ist diese These, sobald man … berücksichtigt
  • Vor dem Hintergrund der neueren Befunde erscheint die These von X kaum noch haltbar.
  • Der Position von X lässt sich entgegenhalten: …
  • Die argumentative Basis von X's Position hält der näheren Prüfung nicht stand.
  • Für die These von X spricht lediglich …
  • X' Standpunkt bleibt eingehender betrachtet sehr kritisch zu beurteilen.

– Wiedergabe von Forschungspositionen

  • Die Forschung ist in der Mehrheit der Ansicht, dass …
  • Im Folgenden werden die Forschungsergebnisse von X referiert, um …
  • X vertritt in seiner Arbeit folgende These / Interpretation / Position / Ansicht
  • Im Folgenden stütze ich mich auf die Untersuchung von X.
  • Unter Zugrundelegung der Untersuchungsergebnisse von X …
  • im Folgenden beziehe ich mich auf … von X.
  • In seiner Studie kommt X zu folgenden Ergebnissen: …
  • X gelangt in seiner Arbeit über … zu folgendem Schluss: …
  • X' Untersuchungen zeigen / belegen / weisen nach, …
  • Wie X in seiner Untersuchung … nachgewiesen hat, …
  • X hat in seiner Untersuchung zwar behauptet, …
  • Dagegen geht Y davon aus, …

– Kennzeichnung von Zitat

  • geht davon aus …
  • Wie von M. hervorgehoben …
  • formuliert hierzu: …
  • hebt hervor, dass …
  • hat explizit behauptet, …
  • Hierauf verwiesen hat X.: …
  • formuliert hierzu: „[…] "

– Resümee / Schlussfolgerungen

  • Fassen wir zusammen: …
  • Zielsetzung der vorliegenden Arbeit war …
  • Im Fokus der Überlegungen standen …
  • Die Untersuchungsergebnisse lassen darauf schließen, dass …
  • Wie die Untersuchung/ Arbeit gezeigt hat, …
  • Es kann geschlussfolgert werden, dass …
  • Mit Blick auf die Untersuchungsziele lässt sich resümieren: …
  • In dieser Arbeit wurde nachgewiesen, …
  • Wünschenswert wäre eine Langzeitstudie, um …
  • Hieraus ergibt sich das Fazit, dass …
  • Eine lohnenswerte Aufgabe für zukünftige Untersuchungen wäre …
  • Die dargestellten Ergebnisse rechtfertigen den Befund, dass …
  • Eine Frage, die durch diese Arbeit nicht geklärt werden konnte, betrifft …
  • Eine Frage, die noch weiterer empirischer Untersuchungen bedarf, ist …
  • Eine eindeutige Beantwortung dieser Frage ist im Rahmen der vorliegenden Untersuchung nicht möglich.
  • Um diese Frage eindeutig beantworten zu können, bedarf es weiterer Untersuchungen.

II Mustervorlage der Eidesstattlichen Erklärung

Hiermit versichere ich, dass die vorliegende Arbeit

Widerspruch und Gemeinschaftssinn. Untersuchungen zu den Leitbegriffen des Bürgerlichen Realismus am Beispiel von Gottfried Keller und Wilhelm Raabe

selbstständig von mir verfasst worden ist, dass keine anderen Quellen und Hilfsmittel als die angegebenen benutzt worden sind und dass die Stellen der Arbeit, die anderen Werken – einschließlich der elektronischen Medien – dem Wortlaut oder Sinn nach entnommenen wurden, in jedem Fall unter Angabe der Quelle als Entlehnung (Zitat) kenntlich gemacht wurden.

Ich erkläre mich mit einem Abgleich der Arbeit mit anderen Texten zwecks Auffindung von Übereinstimmungen sowie mit einer zu diesem Zweck vorzunehmenden Speicherung der Arbeit in einer Datenbank einverstanden.

Bochum, den 14. April 2014

Norman Mustermann

III Muster-Deckblatt (Titelblatt) für die Hausarbeit und Seminararbeit

Sommersemester 2015

FOM Hochschule für

Oekonomie
& Management gemeinnützige Gesellschaft mbH

Essen

Bachelor Studiengang

Wirtschaftsinformatik

Seminararbeit

Seminar

Grundlagen der Informationstechnologie

Codes, Codierungen und Verarbeitung binärer Signale

vorgelegt von: Andreas Mustermann

Matrikelnummer: 123456789B

Telefon: +49 40 4040404040

eingereicht bei: Prof. Dr. N.N.

Abgabetermin: 12.07.2015

Bearbeitungszeit: zwei Monate

4 Muster-Titelblatt für die Bachelor- und Masterarbeit

Justus-Liebig-Universität Giessen

Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft

Bachelorarbeit

im Studiengang

„Psychologie Bachelor of Science"

Thema:

Interkulturelle Kompetenz in der Psychotherapeutik traumatisierter Jugendlicher.

Untersuchungen zu innovativen Methodenkonzepten unter Anwendung sportmedizinischen Therapiemuster

Erstgutachterin: Prof. Dr. Frauke Muster

Zweitgutachterin: Prof. Dr. Arndt Mustermann

vorgelegt von: Annika Meier

Matrikel – Nr: 123456789b

E-Mail: meier@gmx.de

Giessen, den 15. Oktober 2015

IVa Mustervorlage Inhaltsverzeichnis

IV b Muster für ein Literaturverzeichnis

(Fachbereich Germanistische Mediävistik)

1. Quellenliteratur

Der Herrin ein Grüßen. Deutsche Minnelieder aus dem zwölften bis vierzehnten Jahrhundert, ausgewählt und nachgedichtet von Richard Zoozmann. Leipzig 1915.

Mechthild von Magdeburg. Das fließende Licht der Gottheit. Mit Einführung und Kommentar von Margot Schmidt. 2., neub. Übers., Stuttgart-Bad Cannstadt 1995.

Mechthild von Magdeburg. Das fließende Licht der Gottheit. Zweisprachige Ausgabe. Aus dem Mittelhochdeutschen übersetzt und herausgegeben von Gisela Vollmann-Profe. Berlin 2010.

2. Sekundärliteratur

Amtstätter, Mark Emanuel: Die Partitur der weiblichen Sprache. Sprachästhetik aus der Differenz der Kulturen bei Mechthild von Magdeburg. Berlin 2003.

Bochsler, Katharina: „Ich han da inne ungehoertu ding gesehen". Jenseitsvisionen Mechthilds von Magdeburg in der Tradition der mittelalterlichen Visionsliteratur. Bern 1997.

Boll, Katharina: Alsô redete ein vrowe schoene. Untersuchungen zu Konstitution und Funktion der Frauenrede im Minnesang des 12. Jahrhunderts. Stuttgart 2007.

Bräuer, Rolf (Hg.): Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zweiter Band. Mitte des 12. bis Mitte des 13. Jahrhunderts. Berlin 1990.

Buholzer, Sonja A.: Studien zur Gottes- und Seelenkonzeption im Werk der Mechthild von Magdeburg. Bern 1988.

De Boor, Helmut: Die höfische Literatur. Vorbereitung, Blüte, Ausklang. 1170-1250. In: Ders.: R. Newald: Geschichte der deutschen Literatur. Bd. 2, München 1974, S. 215ff.

Egerding, Michael: ‚Einsamkeit' in der Deutschen Mystik, in: Colberg, Heidrun/Petersen, Doris (Hg.): Spuren. Festschrift für Theo Schumacher. Stuttgart 1986, S. 131-156.

Egerding, Michael: Gott erfahren und davon sprechen – Überlegungen zu Gedanken der deutschen Mystik, in: Erbe und Auftrag 63 (1987), S. 95-106.

Egerding, Michael: In Beziehung leben. Anmerkungen zu Mechthild von Magdeburg, in: Geist und Leben 61 (1988), S. 359- 371.

Egerding, Michael: Die Metaphorik der spätmittelalterlichen Mystik. Band 1: Systematische Untersuchung. Band 2: Bildspender – Bildempfänger – Kontexte: Dokumentation und Interpretation. Paderborn 1997.

Fischer, Karl- Hubert: Zwischen Minne und Gott : die geistesgeschichtlichen Voraussetzungen des deutschen Minnesangs mit besonderer Berücksichtigung der Frömmigkeitsgeschichte, Frankfurt 1985.

[…]

Heimbach, Marianne: Mystik und Sozialethik. Beobachtungen im Werk Mechthilds von Magdeburg als Anregungen zu einem notwendigen Dialog. In: Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften 30 (1989), S. 61-84.(online: https://www.uni-muenster.de/Ejournals/index.php/jcsw/article/viewFile/501/470)

Heimbach-Steins, Marianne: Der ungelehrte Mund als Autorität. Mystische Erfahrung als Quelle kirchlich-prophetischer Rede im Werk Mechthilds von Magdeburg. Stuttgart-Bad Cannstatt 1989.

Jüber, Gert: Artikel „Minnesang, Minnerede." In: Gert Ueding (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Darmstadt 1992ff., Bd. 10 (2011), Sp. 701-711.

[…]

IV c Muster für ein Literaturverzeichnis

(mit Kurzzitation, gedruckten und Online-Quellen)

Backhaus, Norman (1988): Leitfaden für wissenschaftliches Arbeiten. (pdf-Datei, 4. überarb. Aufl.). Internet: http:www.geo.unizh(human/research/publications/Leitfaden.pdf (Zugriff: 08.01.2001, 21.14 MEZ).

Becker, Howard S. (1994): Die Kunst des professionellen Schreibens. Ein Leitfaden für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Frankfurt: Campus-Verl. (=Reihe Campus Studium 1085).

Beinke u. a. (2008): C. Beinke, M. Brinkschule, L. Bunn, S. Thürmer: Die Seminararbeit. Schreiben für den Leser. UVK Verlagsanstalt Weinheim, Basel.

Boeglin, Martha (2007): Wissenschaftlich arbeiten Schritt für Schritt. UTB 2007.

Bünting, Karl-Dieter; Bitterlich, Alex; Pospiech, Ulrike (2000): Schreiben im Studium. Ein Leitfaden. Berlin.

Eco, Umberto (2003): Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes-und Sozialwissenschaften. 10. Aufl. Heidelberg: C.F. Müller.

Esselborn, Krumbiegel , Helga ( 2010 ): Richtig wissenschaftlich schreiben. Wissenschaftssprache in Regeln und Übungen. Paderborn, München, Wien, Zürich: Schöningh (Uni-Tipps, 3429).

Fachhochschule Künzelsau, Außenstelle Heilbronn (Hrsg.) (1999): Leitfaden zur Ausarbeitung von Diplomarbeiten (Text-Datei, Version vom 23.08.1999). Internet:http://www.kuenzelsau.fh-heilbronn.de/zeinrich/biblio/dokumente/leitf_wi.doc (Zugriff: 23.08.1999, 23.48MEZ).

Franck, Norbert; Stary, Joachim (2007): Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. 14., überarb. und aktualisierte Aufl. Stuttgart: UTB.

Frank, Andrea; Haacke, Stefanie; Lahm, Swantje (2007): Schlüsselkompetenzen. Schreiben in Studium und Beruf. Stuttgart, Weimar.

Graefen, Gabriele; Moll, Melanie; Steets, Angelika (2011): Wissenschaftssprache Deutsch. Lesen – verstehen –schreiben. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. Frankfurt am Main [u. a.]: Lang.

Heesen, Bernd (2009): Wissenschaftliches Arbeiten. Vorlagen und Techniken für das Bachelor-, Master- und Promotionsstudium. Springer Wiesbaden.

Kruse, Otto (2007): Keine Angst vorm leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., vollst. neu bearb. Aufl. Frankfurt am Main, New York: Campus (=Campus Sachbuch).

Kühtz, Stefan ( 2012 ): Wissenschaftlich formulieren. Tipps und Textbausteine für Studium und Schule. 2., überarb. Aufl. Paderborn: Schöningh (UTB, 3471).

Peterßen, Wilhelm H. (1994): Wissenschaftliche(s) Arbeiten. Eine Einführung für Schüler und Studenten. 4. Aufl. München: Ehrenwirth.

Preißer, Karl-Heinz ( 1993 ): Praxis des wissenschaftlichen Arbeitens. Regensburg.

Preißner, Andreas ( 2012 ): Wissenschaftliches Arbeiten. Internet nutzen – Text erstellen – Überblick behalten. 3. Aufl. München.

Rost, Friedrich (2012): Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. 7. Überarb. u. aktual. Aufl., Springer Wiesbaden.

Theisen, Manuel René (1993): Wissenschaftliches Arbeiten. Technik – Methodik – Form. 7., überarb. und aktualisierte Aufl. München: Franz Vahlen. (=WiSt-Taschenbücher).

IVa Mustervorlage Sperrvermerk

Sperrvermerk

Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel

…………………………

enthält interne und vertrauliche Daten des Unternehmens N.N.

Die Masterarbeit darf nur dem Erst- und Zweitgutachter sowie

befugten Mitgliedern des Prüfungsausschusses zugänglich gemacht werden. Eine Veröffentlichung und Vervielfältigung der Masterarbeit auch in Auszügen ist nicht gestattet.

Das Zugänglichmachen der Arbeit gegenüber Dritten bedarf der ausdrücklichen Genehmigung des Verfassers und des Unternehmens N.N.

V b Mustervorlage Abstract

Mit der Einführung des Mindestlohngesetzes ist auf kleine und Mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland eine Vielzahl neuer Anforderungen an die Steuerung ihrer Personalressourcen und Sicherung Ihrer Liquidität entstanden.

In der vorliegenden Diplomarbeit werden insbesondere die veränderten Anforderungen für Selbstständige in KMU im Bundesland Rheinland-Pfalz analysiert. Gleichzeitig werden die veränderten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter der KMU im Vergleich vor und nach der Einführung betrachtet. Hierzu werden derzeitige und zukünftige Kompetenzanforderungen analysiert und gegenübergestellt.

Die Untersuchung geht der Frage nach, ob und wie das Instrument des Freizeitausgleichs und Lohnausgleichs von den KMU genutzt wurde und welche Auswirkungen auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu beobachten sind.

Die Untersuchung basiert auf einer Literaturanalyse und greift auf die empirische Fragebogenmethode zurück (Befragungen von Fach- und Führungskräften in KMU, Selbstständigen, Mitarbeitern). Daneben werden Ergebnisse aus vier Expertengesprächen mit Führungskräften aus KMU herangezogen, welche die Einführung des Mindestlohns als überwiegend kritisch einschätzen.

Die Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Im ersten werden der Inhalt der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise erläutert. Das zweite Kapitel stellt die Rahmenbedingungen für KMU in Rheinland-Pfalz unter den neuen Gegebenheiten des Mindestlohngesetzes vor. Kapitel 3 beschreibt Instrumente der Gegensteuerung zu den befürchteten Negativfolgen. In Kapitel 4 werden die Ergebnisse einer Befragung von Fach- und Führungskräften sowie Mitarbeitern vorgestellt und analysiert. Kapitel 5 fasst die zentralen Ergebnisse der Diplomarbeit unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftspolitischen Implikationen zusammen und formuliert Handlungsempfehlungen für die Mindestlohn-Kommission.

VI Mustervorlage für einen Bearbeitungs-Zeitplan (Hausarbeit / Seminararbeit)

Umfang der Arbeit: 20 Seiten

Bearbeitungszeitraum: 6 Wochen

Zeitplan

1. – 3. Woche: Arbeitsphase A (Einarbeitung)

  • Themenfindung
  • Recherche
  • Materialstrukturierung
  • Datenerhebung und -auswertung
  • Erstellen erster Vorüberlegungen und Textentwürfe

4. – 5. Woche: Arbeitsphase B (Umsetzung)

  • Erstellen der Rohfassung

bei Wochenpensum: mind. 10 Seiten

bei Wochenarbeitszeit: 5 Tage

  • Überarbeitung der Ergebnisse aus Arbeitsphase A

6. Woche: Arbeitsphase C (Kontrolle)

  • Überarbeitung der Schlussfassung und Korrektur
  • Kontrolle
  • Schlussredaktion
  • Kopieren / Layout / Bindung: Abgabe

VII Mustervorlage für einen Bearbeitungs-Zeitplan (Masterarbeit)

Umfang der Arbeit: 80 – 100 Seiten

Bearbeitungszeitraum: 6 Monate / 24 Wochen

Zeitplan

1. – 3. Monat / 1. – 12. Woche: Arbeitsphase A (Einarbeitung)

  • Themenfindung
  • Recherche
  • Literaturauswertung (Primär- und Sekundärliteratur)
  • Erste Datenerhebung und -auswertung
  • Vorläufige Materialstrukturierung
  • Erstellen erster Vorüberlegungen und Textentwürfe
  • Erstellen einer Grobgliederung

2. – 4. Monat / 8. – 16. Woche: Arbeitsphase B (Auswertung)

  • Zweite Datenerhebung und -auswertung
  • Definitive Materialstrukturierung
  • Überarbeitung der Grobgliederung
  • Erstellen der Rohfassung

bei Wochenpensum: mind. 10 Seiten

bei Wochenarbeitszeit: 5 Tage

  • Überarbeitung der Ergebnisse aus Arbeitsphase A

5. – 6. Monat / 17. – 21. Woche: Arbeitsphase C (Umsetzung und Vertiefung)

  • Überarbeitung der Rohfassung
  • Überarbeitung der Ergebnisse aus Arbeitsphase A und B
  • Vorläufige Schlussfassung

6. Monat / 22. – 23. Woche: Schlussphase I (Revision und Korrektur)

  • Finale Schlussfassung
  • Korrektur

6. Monat / 24. Woche: Schlussphase II (Kontrolle)

  • Einarbeitung externe Korrekturen, ggf. Revision
  • Schlussredaktion
  • Kopieren / Layout / Bindung: Abgabe

VIII Mustervorlage Checkliste für die Schlusskorrektur

a. Inhaltliche Kontrolle

  • Enthält die Einleitung meine leitende Fragestellung, den Forschungsüberblick und eine Darstellung der verwendeten Untersuchungsmethode?
  • Spiegelt sich im Hauptteil die Fragestellung wider und werden Untersuchungsergebnisse im Fazit produktiv aufgenommen?

b. Formale Kontrolle

  • Ist meine Arbeit vollständig (einschließlich Titelblatt, ggf. Sperrvermerk, Anhängen, Eidesstattlicher Erklärung)?
  • Habe ich korrekt formatiert (Einheitlichkeit bei Abständen von Überschriften und Unterüberschriften, Seitenzählung, Umbrüche, Leerzeichen)
  • Kann ich meine Sätze, ohne den Satz wiederholen zu müssen, gut lesen und verstehen?
  • Sind meine Sätze tendenziell zu lang?
  • Ist meine Arbeit einschließlich Titelblattrthografisch fehlerfrei (Korrekturoptionen von Word nutzen, auch für doppelte Leerzeichen)?
  • Ist das Zitiersystem einheitlich verwendet (Zeichenfolge, Ausführlichkeit)?
  • Ist das Literaturverzeichnis korrekt (Zitierweise, Vollständigkeit der verwendeten Quellen, Ausgliederung nicht verwendeter Quellen, Übereinstimmung bibliografischer Angaben in Text und Literaturverzeichnis)?

1 j Qualitätsbewertung durch Fehleranalyse: Der Gegencheck

Eine wissenschaftliche Arbeit riskiert eine Abwertung in der Benotung, wenn sie

  • Forschungsliteratur lediglich nennt, ohne sich von dieser abzugrenzen
  • die verwendete Untersuchungsmethode beschreibt, deren Vorteile aber nicht begründet
    • für die Auswahl von Kriterien, Befragungsmethoden etc. keine nachvollziehbare Begründung angegeben wird
    • die zentrale Fragestellung formuliert, aber nicht als „roter Faden" ersichtlich wird
    • der kritische Bezug zur Fachliteratur nicht erkennbar wird (Auflistung von Forschungspositionen anstatt Kommentierung und Kontextualisierung)
    • veraltete Forschungsergebnisse verwendet werden oder eine aktuelle Studie ‚übersehen' wird
    • Daten nicht oder unzureichend kommentiert und kontextualisiert werden
    • Leitbegriffe der Arbeit vorausgesetzt, statt definiert werden
    • umgangssprachliche oder populärwissenschaftliche Formulierungen wiederholt die begriffliche Präzision und Klarheit / Verständlichkeit verhindern
    • Themen aufgelistet werden, ohne dass der Bezug zur zentralen Fragestellung erkenntlich wird
    • Abschnitte zu Themen, Autoren oder Sachbefunden ohne Begründung auftreten und unverhältnismäßig lang sind
    • der Methodenansatz nicht mit einer fachintern üblichen Variante durchgeführt- oder dessen Auswahl / Favorisierung nicht begründet wird
    • die Auswahl der Ergebnisse nicht repräsentativ ist, da die Kontextanalysen zum Material fehlen

Literaturverzeichnis: Verwendete und weiterführende Literatur

Gedruckte Darstellungen

Backhaus, Norman: Leitfaden für wissenschaftliches Arbeiten. (pdf-Datei, 4. überarb. Aufl., 1998). Internet: http:www.geo.unizh(human/research/publications/Leitfaden.pdf (Zugriff: 08.01.2001, 21.14 MEZ).

Becker, Howard S.: Die Kunst des professionellen Schreibens. Ein Leitfaden für die Geistes- und Sozialwissenschaften. Frankfurt: Campus-Verl. 1994. (=Reihe Campus Studium 1085).

Beinke u. a. 2008: C. Beinke, M. Brinkschule, L. Bunn, S. Thürmer: Die Seminararbeit. Schreiben für den Leser. UVK Verlagsanstalt Weinheim, Basel.

Boeglin, Martha: Wissenschaftlich arbeiten Schritt für Schritt. UTB 2007.
Verständlich geschriebene, kompakte Anleitung.

Bohl 2008 : Thorsten Bohl: Wissenschaftliches Arbeiten im Studium der Pädagogik. Arbeitsprozesse, Referate, Hausarbeiten, mündliche Prüfungen und mehr. 3. A., Weinheim und Basel.

Bünting, Karl-Dieter; Bitterlich, Alex; Pospiech, Ulrike: Schreiben im Studium. Ein Leitfaden. Berlin 2000.

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Denkschrift. Weinheim 2013.

Eco, Umberto: Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt. Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes-und Sozialwissenschaften. 10. Aufl. Heidelberg: C.F. Müller 2003.

Esselborn, Krumbiegel , Helga (2010): Richtig wissenschaftlich schreiben. Wissenschaftssprache in Regeln und Übungen. Paderborn, München, Wien, Zürich: Schöningh (Uni-Tipps, 3429).

Fachhochschule Künzelsau, Außenstelle Heilbronn (Hrsg.) (1999): Leitfaden zur Ausarbeitung von Diplomarbeiten (Text-Datei, Version vom 23.08.1999). Internet:http://www.kuenzelsau.fh-heilbronn.de/zeinrich/biblio/dokumente/leitf_wi.doc (Zugriff: 23.08.1999, 23.48MEZ).

Franck, Norbert; Stary, Joachim: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. 14., überarb. und aktualisierte Aufl. Stuttgart: UTB 2007.

Frank, Andrea; Haacke, Stefanie; Lahm, Swantje: Schlüsselkompetenzen. Schreiben in Studium und Beruf. Stuttgart, Weimar 2007.

Graefen, Gabriele ; Moll, Melanie; Steets, Angelika (2011): Wissenschaftssprache Deutsch. Lesen – verstehen –schreiben. Ein Lehr- und Arbeitsbuch. Frankfurt am Main [u. a.]: Lang.

Heesen, Bernd 2009 : Wissenschaftliches Arbeiten. Vorlagen und Techniken für das Bachelor-, Master- und Promotionsstudium. Springer Wiesbaden.

Jele 2012 : Harald Jele: Wissenschaftliches Arbeiten: Zitieren. 3. Aufl. Kohlhammer Stuttgart.

Kornmeier 2013: Martin Kornmeier: Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Für Bachelor, Master und Dissertation. 6. aktual. Aufl., Bern.

Kruse, Otto: Keine Angst vorm leeren Blatt. Ohne Schreibblockaden durchs Studium. 12., vollst. neu bearb. Aufl. Frankfurt am Main, New York: Campus 2007. (=Campus Sachbuch).

Kühtz, Stefan (2012): Wissenschaftlich formulieren. Tipps und Textbausteine für Studium und Schule. 2., überarb. Aufl. Paderborn: Schöningh (UTB, 3471).

Peterßen, Wilhelm H.: Wissenschaftliche(s) Arbeiten. Eine Einführung für Schüler und Studenten. 4. Aufl. München: Ehrenwirth 1994.

Preißer, Karl-Heinz (1993): Praxis des wissenschaftlichen Arbeitens. Regensburg.

Preißner, Andreas (2012): Wissenschaftliches Arbeiten. Internet nutzen – Text erstellen – Überblick behalten. 3. Aufl. München.

Rost, Friedrich (2012): Lern- und Arbeitstechniken für das Studium. 7. Überarb. u. aktual. Aufl., Springer Wiesbaden.

Rückriem, Georg; Stary, Joachim; Franck, Norbert: Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung. 10., überarb. Aufl. Paderborn u. a.: Schöningh 1997.

Standop 2002: Ewald Standop, Matthias L. G. Meyer: Die Form der wissenschaftlichen Arbeit. Ein unverzichtbarer Leitfaden für Studium und Beruf. 16. Korrigierte und ergänzte Auflage. Quelle und Meyer Verlag Wiebelsheim 2002.

Technische Universität Berlin, Institut für Arbeitswissenschaften (Hrsg.) (1997): Richtlinien für die Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten am Fachgebiet Mensch-Maschine-Systeme. Internet: https://www.mms.tu-berlin.de/fileadmin/fg268/Lehre/Richtlinien_Arbeiten_neu.pdf (Zugriff: 11.02.2016)

Theisen, Manuel René: Wissenschaftliches Arbeiten. Technik – Methodik – Form. 7., überarb. und aktualisierte Aufl. München: Franz Vahlen 1993. (=WiSt-Taschenbücher).

Wagner, Wolf: Uni-Angst und Uni-Bluff. Wie studieren und sich nicht verlieren. 8. unveränd. Aufl. Berlin: Rotbuch 1982.

Wilhelmy, Claus: Per Anhalter durch die Formalien. Oder: wenn Sie schon immer mal wissen wollten was bei Berichten, Hausarbeiten, Klausuren und Referaten, zu beachten ist.

1

#
Hervorhebung mit Verweis auf den Exkurs zum ESSAY

2

#
DFG: Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Denkschrift. S. 15. (1998 / ²2013)

3

#
[Link zu Anlagen: Qualitätsbewertung durch Fehleranalyse: Der Gegencheck

4

#
Verlinken: Checkliste für die Schlusskorrektur

5

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Achtung: Die Eidessstattliche Erklärung trägt keinen Titel/Überschrift!